Geekhumour: Was CEOs lieber nicht gesagt hätten …

5. Februar 2013 | by Fritz Effenberger

Schadenfreude ist dann am Schönsten, wenn das Ungemach einer bekannten Persönlichkeit zustösst. Besonders schön in diesem Zusammenhang sind peinliche Äusserungen von Unternehmensbossen, wenn es um technische Weiterentwicklung oder die Rolle von Konkurrenten geht.

Das Microsoft-Mitgründer Bill Gates mal gesagt hat, kein Computer würde jemals mehr als 640 Kilobyte Arbeitsspeicher brauchen, wissen manche noch. Das sagte er allerdings 1981, heute sind 4 GigaByte Standard.

Und 2004 fand er, Spam würde innerhalb von 2 Jahren verschwunden sein. Leider nicht, Bill! Ausserdem sagte der Erstvermarkter von DOS 1998 über Steve Jobs, er wisse nicht, warum dieser überhaupt Chef von Apple sein wolle, er könne ja doch nicht gewinnen. Heute hat Apple einen weit höheren Marktwert als Microsoft.

Der Apple-Guru selbst war allerdings auch nicht vor Irrtümern sicher, so erklärte Jobs noch 2008, “..die Leute lesen heute einfach nicht mehr” und war sicher, dass der eReader eine Sackgasse der Technikevolution darstelle. Heute ist der Amazon Kindle der einzige ernstzunehmende Konkurrent für das Apple iPad.

Beides liegt übrigens nicht auf der Linie von Immer-Noch-Microsoft-Chef Steve Ballmer, der 2007 völlig sicher war das iPhone habe nicht die geringste Chance auf das Erinngen auch nur des kleinsten Marktanteils. Heute ist Apple der führende Smartphonehersteller und Microsoft Phones liegen wie Blei in den Ladenregalen.

Aber auch die neue Generation von CEOs ist nicht vor ausgiebigen Fettnapf-Aufenthalten siocher, so versuchte Facebook-Kopf Zuckerberg die Alltags-Durchdringung seines Netzwerks damit anzupresien, dass er erklärte, der Tod eines Eichhörnchens im eigenen Garten sei heute sunjektiv wichtiger als der Tod von Menschen in Afrika. Keine gute Idee, Mark.

Der absolute Klassiker ist und bleibt allerdings das Ausspruch von Ken Olson, damals Gründer und Leiter von DEC, einer ehemals wichtigen Computerfirma, der 1977 völlig ernst erklärte: “Es gibt keinen vernünftigen Grund dafür, dass irgendjemand einen Computer zuhause haben wollen sollte”. Aber das ist ja auch locker 35 Jahre her.

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Kommentare (2)

  1. Frank Kemper says:

    Na, da möchte ich aber mal an einigen Stellen zart widersprechen:

    Das 640K-Zitat wird Gates immer wieder zugeschrieben, es ist indes höchst zweifelhaft, ob er es tatsächlich jemals getätigt hat (Genau so, wie das Zitat, dass man nur der Statistik glauben solle, die man selbst gefälscht habe, nicht von Winston Churchill sondern vermutlich vom NS-Propagandaministerium stammt).

    Und der führende Smartphonehersteller ist derzeit meines Wissens nicht (mehr) Apple, sondern Samsung. In puncto Marktanteil hat iOS schon längst gegen Android verloren. Und Microsoft? Laut Gartner wurden im 4. Quartal 2012 rund zehn Millionen Windows-Smartphones an Endverbraucher ausgeliefert. Sicher, das ist nicht die Marktführerschaft, aber „wie Blei in den Regalen liegen“ sieht anders aus.

    Kurz: Häme über CEO-Statements mit kurzer Halbwertzeit kommt besser, wenn die Faktenlage stimmt;-)

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