[SmartHomeTech] Neue Turbinendüse gibt Haarknäuel keine Chance: Saug sie weg, Dyson! (Video)

11. Januar 2013 | by Silvia Kling

[SmartHomeTech] Neue Turbinendüse gibt Haarknäuel keine Chance: Saug sie weg, Dyson! (Video)

Das soll sich jetzt ganz gezielt ein wenig nach Star Trek anhören. So nach Beam me up, Scotty! Der bekannteste Satz der populären Sci-Fi-Serie des vergangenen Jahrhunderts – auch wenn diese Aufforderung auf dem Raumschiff Enterprise so tatsächlich gar nie artikuliert wurde. Aber das tut hier nichts zur Sache. Es geht vielmehr ums „Beamen“. Also das Transportieren von Dingen oder Personen von einem Ort zum anderen in kürzester Zeit.

In unserem Fall ist die Materie Dreck. Staub, Krümel und vor allem Haare, die vom Boden so schnell und bequem wie möglich in den Sauger müssen. Und dort auch bleiben sollen – zumindest bis der Sammelbehälter voll ist. Das ist nun nicht gerade Scottys Job, weshalb hier Dyson mit ins Spiel kommt.

Wie er nun nach erfolgreichem Unboxing da so steht, der Sauger, Modell DC37 Animal Complete, und auf seinen Einsatz wartet, da muss man es einfach rufen: Saug es weg, Dyson! Ballförmig, metallic-pinkfarbenes Zyklonen-Gehäuse, durchsichtiger Behälter, ein Handgriff, bei dem man am liebsten den „Abzug“ (triggerhead) gar nicht mehr loslassen will. Schuss-,…. äh saugbereit! Nicht nur, wenn man so allmählich in einem Alter ist, in dem Staubsaugen anfängt zur lästigen Pflichtübung zu werden.

Will heißen: Das Haushaltsgerät des britischen Tüftlers James Dyson sieht so futuristisch cool aus, dass sich die Kinder im Haus auf einmal darum reißen, sauber zu machen. Mit ungewöhnlichem Eifer werden Düsen und Aufsätze inspiziert und ausprobiert (als ob es sich um Zubehör zur neuesten Daddel-Station handele!). Sämtliche Ecken, Nischen, Sofas werden angesteuert, Saugstiel ein- und ausgefahren.

Der Sauger lässt das alles mit sich machen, ganz leicht. Wird behände durch die Gegend bugsiert. Komm schon, Dyson! Hier ist noch was zum Wegbeamen. Der unerbittlich eingefangene Staub und Schmutz saust durch den Behälter, wie in der Zentrifuge. Ein Staublabor. Man kann sich gar nicht satt sehen daran, rauscht weiter über Teppich, Parkett, Treppenfliesen.

Und jetzt aber mal Spaß beiseite. Das Gerät sieht schließlich nicht nur verdammt nach Sci-Fi aus, sondern saugt auch ganz oben auf der Kante der technologischen Entwicklung. Vor allem mit der neuesten Tangle-Free-Turbinendüse, die der findige Erfinder jetzt entwickelt hat, um ein ziemlich haariges Problem aus der Welt zu schaffen. Haare, die sich hartnäckig um die Saugbürste wickeln. Die den Luftstrom blockieren, damit die Saugleistung vermindern und mühselig von den Borsten zu friemeln sind.

[SmartHomeTech] Neue Turbinendüse gibt Haarknäuel keine Chance: Saug sie weg, Dyson! (Video)

Die neue Düse saugt die Haare einfach weg, bevor sie sich in der Bürstwalze verheddern. Das schafft sie, weil sie nicht mehr in der Horizontalen rotiert, sondern vertikal – und zwar mit zwei ovalen Bürstköpfen, die sich gegenläufig drehen.

Die Dyson-Ingenieure hatten festgestellt, dass eine kreisförmige Bewegung auf dem Teppich Fasern direkt zu kleinen Knäueln formt, die vom Lufstrom genau so abtransportiert werden können. Die Turbinendüse befördert also sämtliche Haare und Fasern zum unverfänglichen Einsaugen in die Mitte – und soll dabei zudem deutlich gründlicher vorgehen als herkömmliche Bürsten: Anders als bisher bei Staubsaugerdüsen, erklären die Entwickler, bleiben die Borsten ständig senkrecht auf dem Boden, da die Drehköpfe nicht starr, sondern nachgiebig sind.

Und siehe da. Wir kriegen alles sauber, ob hochflorig oder glatt, Treppe, Couch und sogar die Bettdecke. Teppichränder werden nicht eingesaugt. Wohl aber der Schmutz, der sich vor allem auf dem hoch und tief gewebten Riffelteppich angesammelt hat und schwierig zu entfernen ist. Das nennen wir mal Supersaugkraft. Und Haare? Nicht am Boden, nicht in der Bürste.

Also kann auch Luna wieder kommen. Tante Ninas schwarzer Labrador, der gerne seine Büschel bei uns liegen lässt. Ich will auch wieder Hundehaare eindüsen, schreit die Jüngste. Der Große: Und warum laden wir nicht mal wieder Balu ein? Lunas gutmütiger Spielkamerad hat so schöne lange weiße Haare. Schwarz und weiß, ja, das ist gut. Und nicht einmal dann gibt es Verwicklungen an den Sauger-Borsten.

Es klappt. Vorzüglich. Beam it up, Dyson! Und mach die Super-Düse bitte auch in groß ….

P.S. Hier noch ein Video mit einem Dyson-Ingenieur, der die Haar-Entwirrungs-Strategie der Turbinendüse erkärt.

Mehr bei TechFieber zum Thema: , , , , , , ,

Antwort schreiben