[CES] Showtime in Las Vegas: Da singt die Zahnbürste …

7. Januar 2013 | by Mathias Rittgerott

[CES] Showtime in Las Vegas: Da singt die Zahnbürste

Schade, dass die Firma nicht aus Berlin stammt: Brushido als Zahnbürste wäre krass. So heißt das Wunderwerk etwas fade BrushBuddies: Eine singende Zahnbürste für Kinder. Lieber ein wasserdichtes Hörgerät gefällig? Eine Gabel, die jeden Bissen mitzählt? Auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas staunt man, was für Weltneuheiten es abseits von TV und Tablets ins Rampenlicht schaffen.

Eben die Zahnbürste. Die wird in den Musikgeschmacksrichtungen Justin Bieber, Lady Gaga und – am Puls der Zeit – im Gangnam Style angeboten. Zwei Minuten plärrt das Ding und soll die lieben Kleinen dazu anhalten, so lange die Zähnchen zu schrubben. Mitsingen verboten.

Auf Gabentischchen wie an Weihnachten haben 74 Firmen bei der Eröffnung der CES ihre Neuheiten präsentiert. Journalisten strömten wie Kinder beim Fest herein, mit leuchtenden Augen. Allerlei Kopfhörer, eine App für die Blutdrucküberwachung, ein Blitzwarngerät, diverse iPhone-Halterungen und anderes Smartphne-Zubehör, USB-Ladebuchsen für US-Wandstecker und ein 48-inch-Tisch mit Touchscreen hatte das Christkind gebracht, beispielsweise.

Wir berichten in den kommenden Tagen live und in Farbe auch von den eher richtungsweisenden Entwicklungen bei Tablets, Apps und Anderem, was Stecker hat.

Besagtes Hörgerät wirft Siemens ins Wasser. Dabei soll das Gerät keine Schwimmhilfe sein, sondern Hörgeschädigten beispielsweise Mut machen, auch bei Regen aus dem Haus zu gehen. 30 Prozent der Betroffenen würden sich das nicht trauen. Außerdem haben die Dinger bluetooth: Der Träger kann sich seine Lieblingsmusik direkt ins Ohr spielen lassen. Kopfhörer at its best.

Bei der Mitzählgabel muss Oma (oder die dicke Schwester, die abnehmen will) aufpassen, weil die ebenfalls über bluetooth verfügt. Schnell sind die Eßgewohnheiten gehackt. Der Vierzinken namens HAPIfork ermittelt nämlich, wie schnell man sein Essen herunter schlingt und warnt durch einen Vibrationsalarm. Er zählt zwar keine Kalorien, aber Bissen. Das soll beim Schlankwerden helfen, aber auch beim Gesundbleiben.

Eine größere Zielgruppe dürfte HzO ansprechen: Eine Nanopartikel-Beschichtung für Smartphones. Ist der unsichtbare Überzug im Gehäuseinnenleben appliziert, kann das Handy getrost ins Bierglas fallen. Einmal unter fließendem Wasser abgespült und noch nicht mal Biergeruch erinnert ans Missgeschick. (Das Bier sollte man wohl wegschütten.) Leider wird der Normakunden das Produkt nicht kaufen können: Handyhersteller müssten das Material einsetzen.

Bevor wir den Bogen hier überspannen: In neongrün gibt es Kopfhörer, deren Kabel sich wie ein Gummiband in die Länge ziehen lassen. Im Ruhezustand ist die Strippe von CordCruncher rund einen Unterarm lang, im Extremfall geschätzt einen Meter. Die Klangqualität ist allerdings miserabel. Sennnheisers „Momentum“ klingt besser – insbesondere in den Ohren der Macher von MomentiMedia, also uns.

 

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