Erste 3D-Druckerbude öffnet für sechs Wochen in Tokio

27. November 2012 | by Bianca Appelmann

Erste 3D Druckerbude öffnet für sechs Wochen in Tokyo
3D Drucker sind meines Erachtens momentan mit das spannendste, was gerade so beginnt, sich in den Massenmarkt hineinzuschleichen. Kein Wunder, sie sind im Laufe der Jahre immer besser und vor allem billiger geworden und setzen der Phantasie kaum Grenzen.

Denn 3D Drucker revolutionieren ganz klar die Art der Herstellung von Dingen, wie wir sie kennen. Vor allem aber könnten sie ein Instrument werden, mit dem schlicht jedermann in Konkurrenz zu einem Konzern treten könnte – vorausgesetzt wir lassen uns nicht von vornherein viele der unendlichen Möglichkeiten von 3D Druckern wegnehmen.

Ein erster Schritt in diese Richtung ist bereits geschehen, die Firma Intellectual Ventures – übrigens gegründet vom ehemaligen Microsoft CTO Nathan Myhrvold – hat bereits ein Patent auf ein Verfahren zur digitalen Rechteminderung (DRM) für 3D Drucker vom US-Patentamt erteilt bekommen. Mit dem speziellen DRM augestattet, prüft der Drucker erst mal, ob der Nutzer überhaupt berechtigt ist, den entsprechenden Gegenstand herzustellen.

Wenn nicht, wird er eben nicht gedruckt. Das Problem dabei: Firmen wie Intellectual Ventures kaufen wahllos so viele Patente in dieser Richtung (man schätzt, dass es zwischen 30’000 und 60’000 mittlerweile sind), dass man leicht den Eindruck bekommen könnte, sie wollten das Monopol auf Innovation errichten.

Momentan zum Glück noch nicht von irgendwelchen Patentkriegen bedroht ist jedenfalls dieses Kunstprojekt im Tokyoter Stadtteil Harajuku, Japan. Omote3D heißt die welterste 3D-Druckerbude. Sie wird allerdings nur in Form eines Pop-up Ladens für eine gewisse Zeit während der Eye OF GYRE Ausstellung bestehen, doch in Harajuku mit seinen Parks und den haufenweise herumlaufenden Anime-Cosplayern passt die 3D-Bude ausgezeichnet ins Bild.

Vom 24. November ab bis zum 14. Januar 2013 kann man sich dort portraitieren lassen. Nur dass man eben nicht nur einen 2D-Fotoabzug mit nach Hause nimmt, sondern seine eigene 3D-Figur erhält.

Und diese 3D Püppchen sind sogar bezahlbar. Sie sind in drei Größen zu haben, entweder zehn, 15 oder 20 Zentimeter hoch, und entsprechend steigert sich auch der Preis. Die kleinste Version ist umgerechnet bereits für knapp unter 210 EU-Schleifen zu haben, die mittlere Größe verlangt schon knapp 320 Euralien und die 20 Zentimeter Version reißt ein etwa 418 Euronen tiefes Loch in den Geldbeutel. Und damit man sich nicht stunden oder gar tagelang die Beine vor der 3D-Printbude in den Bauch stehen muss, kann man sich – mit Japanischkenntnissen – nen Termin vorab online sichern. Sehr sehr schick!

[via]

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