[eBooks] Kein Bock auf E-Books – 11 Prozent der Deutschen sehen das anders

10. Oktober 2012 | by Pia Wolkenstein

[eBooks] Kein Bock auf E-Books - 11 Prozent der Deutschen sehen das anders

Ich bin ein Kind der Moderne, aufgewachsen mit Internet, Smartphone, iPad und der Musik von Lady Gaga. Doch mit meinen 20 Jahren fühle ich mich meiner Fortschritts-Generation oft nicht zugehörig. Ich spiele lieber Schach als Tennis auf der Wii, schreibe SMS anstatt Nachrichten in WhatsApp und habe eine Schallplattensammlung und keinen iPod.

Als Fortschritts- oder Zukunftsverweigerer würde ich mich nicht bezeichnen – ich brauche die ganze Technik einfach nicht. Aber mit Erfindungen wie den elektronischen Büchern werde ich mich wohl nicht anfreunden können.

Nach einem langen Arbeitstag vor dem Laptop nehme ich abends gern ein Buch zur Hand, lausche dem Rascheln der ersten Seiten und markiere oft mit Eselsohren wichtige Stellen. Lesen entspannt mich und abends schlafe ich manchmal mit meinem Buch im Arm ein. Die Regale in meinem Zimmer sind gefüllt mit dem gedruckten Wort.

Mit der Liebe zu Büchern stehe ich bei meinen Altersgenossen meist alleine da. Bücher lesen ist uncool und altmodisch. Wenn Bücher jedoch nicht mehr nach alten Schinken aussehen, sondern sich elektronisch in einem iPad, Kindle oder Laptop verstecken, ändert sich die Meinung der „Voll-Modernen“.

Und das nicht nur im Hightech-verliebten Amerika, wo mehr E-Books, als gedruckte Bücher bei Amazon verkauft werden. Sondern auch in Deutschland gehören elf Prozent zu den elektronischen Lesern, so zumindest eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa für den Hightech-Verband Bitkom.

Der Trend ist steigend, denn die Anzahl der Leser habe sich in den vergangenen zwei Jahren verdoppelt und auch Zeitungen und Magazine sollen von 13 Prozent der Deutschen in Form von E-Papern und Apps gelesen werden. „Tablet-Computer und E-Reader haben sich nach Smartphones im Massenmarkt etabliert. Entsprechend weiten die Verlage ihre Angebote an elektronischen Büchern, Zeitungen und anderen Publikationen immer mehr aus“, sagte Bitkom-Manager Bernhard Rohleder.

Wie weit die Branche tatsächlich boomt und wer sich alles für E-Books interessiert schaue ich mir morgen mal bei der Frankfurter Buchmesse an. Dort werde ich die neuesten E-Books und Lesegeräte testen – und vielleicht sind meine Vorurteile unbegründet … Stay tuned, die kommenden Tage erfahrt ihr mehr dazu von mir.

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