Kunsthandel im Web: Auctionata geht als Online-Auktionshaus an den Start

6. September 2012 | by TechFieber.de

Altehrwürdiges aus dem Netz: Ein Startup aus Berlin will den Online-Kunsthandel salonfähig machen. Dafür nimmt das Internet-Unternehmen Auctionata die erste Bewertung eines Kunstartikels bereits auf Grundlage eines Fotos vor und gibt den Käufern eine Echtheitsgarantie auf 25 Jahre.

Die Firma stellte am Dienstag ihren Online-Shop für Kunstartikel vor und plant für Anfang Dezember eine erste Internet-Auktion. Gründer und Chef Alexander Zacke sieht kein Risiko, bei der Bewertung per Bild auf eine Fälschung hereinzufallen.

«Ein guter Experte erkennt eine Fälschung sofort, auch auf einem Foto», sagte er der dpa. Bisher seien 10 000 Artikel bewertet worden, dabei habe es nur in zwei Prozent der Fälle eine Abweichung beim Schätzwert gegeben. Außerdem müssen alle Gegenstände im Wert über 5000 Euro grundsätzlich zur Begutachtung eingeschickt werden. Auctionata greift auf ein Netzwerk von über 200 Experten aus verschiedenen Ländern zurück.

Der Gründer setzt auf ein schnelles Wachstum: Zum Jahresende soll die Zahl der Artikel im Online-Shop von Auctionata von derzeit 1300 auf rund 10 000 steigen. «Uns geht es nicht darum, den traditionellen Kunsthandel aufzumischen», sagte Zacke. Vielmehr wolle er mit dem Startup die Zielgruppe der Online-Käufer auch für Kunstgegenstände gewinnen.

Für die volle Laufzeit der Echtheitsgarantie ist der Kunde darauf angewiesen, dass es auch Auctionata noch 25 Jahre lang gibt. Es gebe zwar eine entsprechende Versicherung, sie laufe nach aktuellen gesetzlichen Regelungen aber lediglich zehn Jahre, erläuterte Zacke. Bei den Gebühren richtet sich Auctionata mehr nach den Tarifen des klassischen Kunsthandels denn nach dem Kleinanzeigen-Markt: Für Verkäufer liegt etwa die Einlieferungsgebühr bei 11,9 bis 23,8 Prozent vom Verkaufspreis. Die Käufergebühr beträgt 23,8 Prozent.

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