[People@IFA] Wachstum trotz Preisverfall

2. September 2012 | by Mathias Becker

People at IFA - Wachstum trotz Preisverfall

Mehr als 50.000 Mitarbeiter in über 11.000 Shops, Stores und Fachmärkten zwischen Oslo und Zypern: Euronics ist Europas zweitgrößter Consumer-Electronics-Händler. In 2011 erwirtschaftete das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 16,2 Milliarden Euro. Hans Carpels, Präsident von Euronics International, nutzte die Gelegenheit und machte auf die Wertevernichtung in der Branche aufmerksam.

Restaurants, Schmuck, Reisen – viele Dinge sind teurer geworden in den letzten zehn Jahren. In Ihrer Branche gingen die Preise im gleichen Zeitraum zurück, teilweise um mehr als 60 Prozent. Sie prangern das an, aber ist das nicht eigentlich eine gute Nachricht?
Auf den ersten Blick vielleicht, aber die Folge ist, dass den Unternehmen am Ende das Geld fehlt, um in Forschung und Entwicklung zu investieren. Innovation kann es aber nur geben, wenn Technologie weiterentwickelt wird. Nur dann können Produkte auf den Markt kommen, die einen echten Mehrwert für die Kunden bedeuten. Dieses „immer billiger“ führt auf Dauer niemanden weiter – die Hersteller nicht, die Händler nicht und auch nicht die Kunden.

Was können Sie als Händler dagegen tun?
Die IFA ist eine wunderbare Gelegenheit, um mit den Herstellern in Kontakt zu treten. Die Verhandlungen, die wir hier in Berlin jedes Jahr führen, machen am Ende schätzungsweise ein Viertel unseres Umsatzes aus. Da haben wir natürlich auch Gelegenheit, unsere Position zu vertreten.

Euronics ist in 31 Ländern vertreten – traditionell in Europa, neuerdings auch in Nordafrika, in Tunesien. Haben Sie weitere Expansionspläne?
Genaues kann ich Ihnen dazu nicht sagen, aber, ja, zum Jahresende rechnen wir mit der Expansion in weitere europäsische Länder.

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Foto: Anselm Kissel

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