[IFA] Google-TV: Zweites Standbein für LG Electronics?

1. September 2012 | by TechFieber.de

Google in Zukunft im Fernseher?

Der Eindruck von der LG Pressekonferenz bei der IFA ist eindeutig zweideutig. Nach wie vor kocht jeder Smart-TV-Hersteller sein eigenes Software-Süppchen. Panasonic hat Viera, Samsung-Fernseher laufen über Samsungs hauseigene SmartTV-Plattform, Philips-Nutzer starten ihre Apps mit Philips NetTV respektive Philips SmartTV. Das heißt, dass jeder Anbieter seine eigenen Apps programmieren und bereitstellen muss, was sich wiederum negativ auf Vielfalt und Kompatibilität auswirkt.

LG Electronics will nun mit seinem Google-TV einen anderen Weg einschlagen.

Android-Nutzer sollen sich sofort heimisch fühlen auf dem Home-Screen, der sich nur in der Größe vom Smartphone oder Tablet unterscheidet. Wer seine Daten einem Account beim Suchmaschinen-Riesen überlässt, der schließt mit dem Google-TV lediglich ein weiteres Gerät an. Die online verwalteten Filme, Serien und Musik-Alben stehen dann auf dem Fernseher bereit wie auf dem Tablet oder Smartphone.
Google-TV

Es klingt verlockend, in der nahen Zukunft eine universelle Plattform für Smart-TVs zu haben. Mit einem App-Store und unzähligen Anwendungen. Doch das ist noch Zukunfts-Musik. Denn erst einmal muss der Google-TV zu uns kommen. Bisher verkauft LG den Fernseher nur in den USA (für rund 1.700$) und ein Termin für Europa ist zur IFA noch nicht absehbar.

USA könnte als Testlauf für den Google-Fernseher werden. Nehmen die Kunden eine universelle Plattform an oder bleibt sie das nerdige Spielzeug der Techies?

LG Electronics scheint sich nicht festlegen zu wollen und entwickelt zur Sicherheit mit dem LG Home Dashboard sein eigenes System weiter.

Und was war eigentlich mit der Smart-TV-Alliance? Zumindest bei LG war davon hier auf der IFA kein Wort zu hören.

Photos: LG Electronics

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