[IFA 2012] Metz bleibt sich treu – darf aber nicht verschlafen

1. September 2012 | by Holger Froehlich

Metz macht keine Mätzchen

Es klingt fast so, als wolle sich der Pressesprecher Thomas Hey für sein Unternehmen entschuldigen: „Metz Fernseher sind innovativ – aber eben so, wie wir uns Innovation vorstellen“.

Was wie eine Ausrede klingt, ist in Wirklichkeit eine Tugend. Anstatt jedem Trend blind hinterher zu rennen, um für einen kurzen Augenblick unter den ersten zu sein, setzen die Fürther Metz-Werke auf Beständigkeit. Jede Innovation muss sich mit der Firmen-Philosophie vertragen. Mit dem Versprechen: „Wir bleiben made in Germany“ verdient der Hersteller von Flachbildfernsehern zwar kein Geld wohl aber Anerkennung.

Bei aller Bodenhaftung wollen die Fürther aber nicht den technischen Anschluss verschlafen. Die aktuellen TV-Geräte handeln beispielsweise drei Sendungen gleichzeitig. Während eine läuft, kann der Recorder im Hintergrund zwei weitere Sendungen zeitgleich auf die Festplatte speichern. Die Aufnahme ist in der elektronischen Fernsehzeitschrift EPG nur zwei Tasten entfernt.

Innovation in unserem Tempo

Ebenfalls serienmäßig ist ein intelligentes Timeshift zum Pausieren einer laufenden Sendung und die Möglichkeit, jeden Beitrag ab dem Umschalten nachträglich aufzuzeichnen und zu archivieren.

Metz verzichtet bewusst auf smartes TV und geht damit einen mutigen Schritt hintendran. Während sich die Konkurrenz im live-Betrieb erfindet und den Kunden zwar die neueste Technologie vorsetzt, sie aber auch zu Test-Kaninchen macht, gehen die Würther bedächtiger vor. Dieses Vorgehen könnte sich bezahlt machen, wenn sie den richtigen Einstieg nicht verschlafen.

So bleibt zu hoffen, dass der Pressesprecher Hey nur provozieren wollte mit seiner Frage: „Muss das gesamte Internet wirklich im Fernseher stattfinden?“. Denn: Ja, Internet und Fernsehen müssen auf Dauer zusammenwachsen – im besten Fall eben harmonisch.

Metz

Fotos: Metz


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