[IFA] Mehr Pixel, mehr Sauerstoff, weniger Dimensionen

31. August 2012 | by Fritz Effenberger

Die wahrscheinlich wichtigste Consumer-Electronics-Expo dieser Galaxis (zusammen mit der CES) lässt tatsächlich wieder mal Trends erkennen. Na sowas. Was machen die Bildschirme in der kommenden Modesaison?

Augenfällig ist der hastige Rückzug der 3D-Screens – der Hype ist also vorbei. Was davon geblieben ist, kann bei Toshiba besichtigt werden: 3D ohne Brille. Ordentliche Bildtiefe ohne Kopfschmerzen, und vor allem eben ohne Nasenfahrrad. Überraschend allerdings, dass den 3D-Fernseher von ganz anderen Screens desselben Herstellers komplett die Show gestohlen wurde. Obwohl sich ja „normales“ HDTV noch lange nicht durchgesetzt hat, sind bereits die ersten 4k-Screens lieferbar. 4000 Punkte quer, und 2000 hoch, macht 8 Millionen Pixels, und auch wenn man diesem konsumtechnologischen Overkill kritisch gegenübersteht, musst man zugestehen, dass 4k einfach atemberaubend geil aussieht.

Dazu tragen neue Technologien wie Sharps Indium-Gallium-Zinkoxid LCD-Transistoren bei, die eine höhere Pixeldichte bei geringerem Stromverbrauch ermöglichen, oder Toshibas Cevo Engine, ein Prozessor, der „normales“ HD-Video in 4k hochskaliert und eine Bildschärfe erzielt, die wir bisher nur aus dem Kino kennen. Die 4K-Bildschirme sind demnächst auch hierzulande zu haben. Mit oder ohne 3D, erklärte uns der freundliche Toshiba-Ingenieur, das wisse man noch nicht. Richtig, die Nebensächlichkeiten kann man erst später entscheiden. Alles, was wir wollen, ist schliesslich ein Fernsehgerät mit einem überirdisch scharfen Bild zu einem vernünftigen Preis. Und wenn das dann „4K“ heisst – auch gut.

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