[IFA] Weisse Ware: Hausgeräte-Branche fürchtet asiatische Rivalen nicht

29. August 2012 | by Alex Reiger

IFA weisse ware

Die deutsche Hausgeräte-Industrie hat keine Angst vor wachsender Konkurrenz aus Asien. „Wir haben starke und innovationskräftige Unternehmen, die sich nicht verstecken brauchen“, sagte Branchensprecher Reinhard Zinkann am Mittwoch auf der Elektronikmesse IFA in Berlin. „Wer den Wettbewerb aber unterschätzt, macht schwere Fehler.“ Die Hausgerätehersteller wollen in diesem Jahr ein Umsatzplus von drei Prozent einfahren. Es wäre das fünfte Wachstumsjahr in Folge.

Eine Prognose zur Preisentwicklung wollte Zinkann nicht abgeben. Die Energiekosten seien jedoch auf sehr hohem Niveau. Im ersten Halbjahr 2012 war der Inlandsumsatz der Branche mit großen Hausgeräten nach Zahlen des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) um etwa fünf Prozent gewachsen. Im vergangenen Jahr hatte der Branchenumsatz im Inland bei 7,7 Milliarden Euro (plus 3,5 Prozent) gelegen.

Grund ist laut ZVEI vor allem, dass viele ältere Geräte ausgetauscht werden. Zudem treibe die gute Konjunktur im Wohnungsbau die Nachfrage nach Küchen in die Höhe. Das Exportgeschäft dagegen werde durch die Auswirkungen der Eurokrise deutlich belastet. „Die Euro-Krise hat Südeuropa weiterhin fest im Griff. Die Nachfrage geht weiter zurück“, sagte Zinkann zur IFA-Eröffnung. China hingegen bleibe ein wichtiger Wachstumsmarkt, der in absoluten Geschäftszahlen inzwischen genauso groß sei wie die USA.“

Bei der IFA (31.8. bis 5.9.) wollen die Hersteller vor allem mit Geräten punkten, die weniger Wasser und Strom verbrauchen als ihre Vorgänger. Zudem soll es neue Impulse zur digitalen Vernetzung der Hausgeräte und intelligentem Energiemanagement geben.

Foto: Siemens

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