Schweizer Bahnhofsuhr avanciert zu Kult-Applikation – auf iPads, als App oder Desktop-Widget

28. August 2012 | by Sabina Drescher

Thomas Feger hat den Überblick verloren. „Ich weiß gar nicht mehr, wie viele Apps ich schon verkauft habe“, meint der Zuger. Seit 2009 schon bietet er die sogenannte „Swiss Railway Clock“ im Appstore von Apple zum Download an. Zunächst als Desktop-Widget entwickelt, wurde die App zu einem Dauerbrenner. Allein für das PC-Widget verzeichnete Feger bislang über 40.000 Downloads.

Die iOS-App wurde schon mehrere tausend Male heruntergeladen – aber noch unter der 100.000er-Marke, wie Feger bescheiden versichert..

„Die Popularität liegt mit Sicherheit am zeitlosen Design“ meint der App-Entwickler und verweist auf das 1944 von Hans Hilfiker für die Schweizer Bundesbahnen (SBB) entworfene Konzept, das zum Vorbild wurde für Bahnhofsuhren in ganz Europa.

Nichtsdestotrotz gibt sich die SBB großzügig in der Lizenzierung des Designs und erlaubte Feger die Nutzung des Entwurfs für seine virtuellen Ableger. „Die SBB hat mich bei meinem Projekt sogar sehr unterstützt und auf ihrer Homepage einen Link zu meiner Seite gelegt“, so der Programmierer.

Auch Konzernriese Apple scheint vom Design des Kult-Zeitanzeigers äußerst angetan: Mit dem neuen Mobile-Betriebssystem iOS 6 bekam das Apple iPad diesen Sommer erstmals einen Wecker als Standard – und zwar in Form eben dieser klassischen Schweizer Bahnhofsuhr. „Damit habe ich leider nichts zu tun. Aber ich denke, Apple hat sich auf alle Fälle von meiner App inspirieren lassen“, so der Schweizer.

Und auch außerhalb der Netzwelt trifft man vielerots auf das Kult-Objekt. Originale sind unter anderem im „MoMA“, dem legendären Museum of Modern Art in New York, oder dem London Design Museum ausgestellt. Und im Jahr 2004 versah die Schweizer Post gar die 85-Rappen-Briefmarke der Serie „Design-Klassiker Schweiz“ mit einer Abbildung des eidgenössischen Zeitmessers.

Für Thomas Feger liegt der besondere Reiz der „Swiss Railway Clock“ seit jeher in dem knallroten Sekundenzeiger, der zur jeder vollen Minute kurz Halt macht. Zu Hause hat er dennoch keine Bahnhofsuhr hängen. „Die kann ich mir bei Bedarf im Original bei Freunden anschauen“, sagt er. „Oder jeden Tag zigmal wenn ich mit der Bahn zur Arbeit fahre.“

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Kommentare (2)

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