[Virals] Google Street View: Nützlicher Scherz? (Video)

27. August 2012 | by Karen

Google Street View ist ein Projekt, das es nicht immer leicht hat. Auf der einen Seite ist das Vorhaben, möglichst die gesamte Welt fotografisch zu erfassen und online „begehbar“ zu machen, vielen Internet-Nutzern aus Gründen des Datenschutzes suspekt, auf der anderen Seite dienen die auffälligen Autos, auf denen die Kameras montiert sind, die die Bilder machen, oft für Spässe.

Anfangs waren es vor allem Scherzbolde, die für die vorbeifahrenden Kameras möglichst skurrile Situationen inszenierten – in der Hoffnung, sich damit in dem Google-Dienst für alle Zeiten zu verewigen. Inzwischen jedoch gibt es auch professionell angerichtete Gags wie den mit den Flickr- und YouTube-Bildern eines vermeintlich in einer Wüstengegend liegengebliebenen Google Street View-Wagens. Neben dem gestrandeten Automobil ist ein Tourist zu sehen, dessen T-Shirt das Logo eines Züricher Buchladens trägt, der auch Auftraggeber für die virale Kampagne war, die zu dem Video führte.

Die Werbeagentur Wirz, die die Idee hatte und realisierte, ist mit der Resonanz sehr zufrieden, wie sie gegenüber Medien verlauten liess – aber wie sieht sich der Internet-Riese Google in einer solchen Kampagne?

„Kein Problem“, meint Google-Sprecherin Lena Wagner zu dem Thema – derartige Kampagnen zeigten eher, dass Google Street View zu einem so etablierten und bekannten Dienst geworden sei, dass man überhaupt erst Spässe machen kann, die ein breites Publikum versteht. Dass andere Firmen auf den Bekanntheitsgrad und die Informationen von Google Street View setzen, kommt dem Unternehmen eher entgegen: „Wir wollen die Verbreitung des Dienstes fördern und bieten dafür eine Schnittstelle an, die die Integration in andere Websites ermöglicht“.

Dass sich da jemand auch einen Scherz erlaubt wie die Agentur, ist diesem Ziel also nicht abträglich. Solange niemand versuche, den Gratisdienst auf kommerzielle Art und Weise zu verwenden, gibt es laut Wagner keine Schwierigkeiten.

Dass wiederum Google davon profitiert, in derartigen viralen Kampagnen aufzutauchen, glaubt die Google-Sprecherin allerdings nicht.

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