[Apps] iRega: Rettungsflugwacht-App bewährt sich bei Notfall-Einsätzen

24. August 2012 | by TechFieber.de

Rega android app

Dass inzwischen zur Standard-Ausstattung von Smartphones auch ein GPS-Modul gehört, ist ein Vorteil, den sich auch die Schweizerische Rettungsflugwacht (Rega) zu Nutze gemacht hat. Die Notfall-App des Dienstes läuft inzwischen auf iPhones und Android-Geräten und trägt immer mehr dazu bei, Verunglückte exakt zu lokalisieren und ihnen Hilfe zukommen zu lassen.

Viel muss man selbst gar nicht tun, wenn man die App installiert hat und Hilfe benötigt – mit zwei Klicks meldet man sich über das Programm bei der Notrufzentrale.

Dort stehen die Daten zur Verfügung, die man bei der Registrierung hinterlegt hat, und gleichzeitig mit der Unfallmeldung werden auch die GPS-Daten des Anrufers übermittelt.

iRega Android

So werden Missverständnisse vermieden, und die Retter erhalten präzise Informationen, wie sie etwa ein unter Schock stehendes Unfallopfer gar nicht selbst geben könnte. Zugleich stellt die App eine herkömmliche Telefonverbindung her, damit eine Rücksprache mit der Rega-Zentrale stattfinden kann, die dann den Einsatz einleitet.

Potenziell wollen offenbar viele Schweizer von diesem kurzen Draht zur Rega Gebrauch machen – seit die App im Februar 2011 auf den Markt gebracht wurde, wurde sie bereits 560.000 Mal installiert. Der wesentliche Teil entfiel dabei auf iPhones (455.000 Downloads), aber nachdem das Programm seit Anfang des Jahres auch für Android-Geräte angeboten wird, wird auch dort grosses Interesse registriert.

Die Zahl der Einsätze, die in Folge einer App-Meldung gestartet wurden, liegt bei rund 400 – das Gros der Hilfemeldungen erfolgt weiterhin über dritte Stellen wie etwa Polizei und Feuerwehr.

Für die Zukunft rechnet Rega-Mediensprecherin Ariane Güngerich einem weiteren Anstieg der Hilferufe per App : „Als wir die App gelauncht haben, hatten wir keine feste Vorstellung davon, wie sie angenommen würde – jetzt sind wir mit den Zahlen sehr zufrieden und sehen auch, dass die Nutzung beständig zunimmt“.

Auch die technische Ausgestaltung hat sich bewährt: “Es gibt praktisch keine Fehlalarme, und wir haben tatsächlich innerhalb von 20 bis 40 Sekunden die genauen Positionsdaten auf dem Bildschirm“.

Das ist so überzeugend, dass etwa auch die Polizei selbst auf die App zurückgreife, zum Beispiel, wenn es zu Unfällen an Orten kommt, die sich außer mit GPS-Daten nicht exakt beschreiben lassen.

An eine Weiterentwicklung der App ist daher derzeit auch nicht gedacht: „Uns ging es darum, die Anwendung so einfach und nutzerfreundlich zu gestalten wie möglich“, erklärt Ariana Güngerich. „ Und das scheint uns gelungen zu sein“.

 

 

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[Rega] [iTunes: iRega AppFotos: Rega

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