[Apps] Angst vor Handy-Strahlen? Angst-App fragen! (Video)

23. August 2012 | by Mathias Rittgerott

Tawkon App

Manche sagen, Handystrahlen haben Einfluss auf unsere Hirntätigkeit. Muss ja nicht schlecht sein, zumindest bei einigen Zeitgenossen. So einfach ist es freilich nicht, der Angst vor elektromagnetischen Strahlen zu begegnen. Allerdings kann man die Ursache gegen sich selbst ins Feld führen: Lasst das Smartphone gegen Strahlen kämpfen – mit einer App.

Tawkon heißt das Android-Helferlein. „Your Phone. Your health. Your call.“ Betexten die Macher ihre kostenlose App. „Now keep talking.“

Die App sammelt Daten, die jedes Smartphone versteckt hält, analysiert Model, Netz, GSM, UMTS, CDMA und schickt Warnhinweise MfG. Das kann ein Wink sein, besser ein Bluetouth-Headset zu verwenden (oder eine Verabredung im Café zu treffen).

Die Frage ist freilich, auf welcher wissenschaftlichen Basis Tawkon seine Analysen durchführt. Schließlich mangelt es an allseits akzeptierten Studien über die Schädlichkeit von elektromagnetischen Strahlen. Spielt also Kaffeesatz eine Rolle? Oder reine Vorsicht, weil man nichts Genaues weiß?

User finden Tawkon supi, einer fühlt sich allerdings durch Warntöne während eines Telefonats gestört. Nachvollziehbar, schließlich könnte der Gesprächspartner das missverstehen als Hinweis: Dein Geseiere gefährdet meine Gesundheit!

[Link][via] [Photo: Tawkon/Screen Capture]

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Comment (1)

  1. Thomas says:

    Man sollte erwähnen, daß die Weltgesundheitsorganisation WHO / IARC im Mai 2011 Handystrahlung als „potenziell krebserregend für den Menschen“ eingestuft hat. Das heißt natürlich nur „möglich“, aber die Hinweise verdichten sich.

    WIRED berichte kürzlich über die App Tawkon und es gefiel, wie mir schien.
    http://www.wired.com/geekdad/2012/08/twakon/

    Ich find das ist eine super Idee und nutze ein Moshi Pop Phone, ein Retro Headset, welches auch einiges Stars und VIPs wie Lenny Kravitz verwenden.Dazu rät auch das Bundesamt für Strahlenschutz:

    http://www.bfs.de/de/elektro/hff/empfehlungen_handy.html

    Die bis dato größte Studie, die INTERPHONE-Studie, zeigt für Nutzer, die mehr als 30 Minuten pro Tag über 10 Jahre mit dem Handy telefonieren, ein doppeltes Risiko für einen Gehirntumor.

    Das sollte uns zum Nachdenken anregen, finde ich.

    Bundesamt für Strahlenschutz INTERPHONE-Studie:

    „Bei Nutzern von Mobiltelefonen, bei denen sich aus den Befragungen eine Gesamtnutzungsdauer von mehr als 1.640 Stunden abschätzen ließ, wurde ein statistisch signifikant erhöhtes Risiko errechnet, an einem Gliom zu erkranken. Für das Meningeom wurde bei intensiver Handynutzung ein erhöhtes, aber nicht statistisch signifikantes Risiko beobachtet. Bei den intensiven Handynutzern zeigten sich die Gliome eher in den Gehirnregionen, die sich nahe am Ohr befinden und auf der Seite des Kopfes, die als bevorzugte Seite zum Telefonieren angegeben wurde.“

    http://www.bfs.de/de/elektro/hff/papiere.html/interphonestudie.html

    http://www.facebook.com/Mobilfunk.und.Gesundheit

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