[Apps] Shark Net: Sich dem Hai an die Flosse heften

22. August 2012 | by Mathias Rittgerott

Shark Net App von GTOPP

Viele kennen Weiße Haie nur als Fressmaschine mit einem Maul voller Zähne. Gierig und tödlich. Spielberg lässt grüßen. Forscher der Stanford University suchen nun einen modernen Weg, uns die possierlichen Schwimmer näher zu bringen. Mit der App Shark Net lässt sich die Arbeit der Wissenschaftler verfolgen – und somit das Leben der Haie.

Die Daten für die App fischen die Stanford-Forscher direkt aus dem Meer vor San Francisco.  Dort lassen sie einen leuchten gelben Roboter zu Wasser, der in Form und Größe an ein Surfbrett erinnert. Das Gerät wird von der Kraft der Wellen angetrieben und spürt die Peilsender einzelner, markierter Weißhaie auf. Ausgestattet ist das Uni-Surfbrett mit allerlei Elektronik zur Positionsbestimmung, zur Peilung und Datenweitergabe.

Die App zeigt nicht nur an, wo die Haie gerade auf Jagd gehen – fünf wurden allein in der ersten Woche aufgespürt. Sie bietet auch Fotos, 3-D-Modelle, Videos und somit einen Einblick in den Alltag von Haien und Forschern.

Eingebunden ist die Verfolgung der Haie in ein globales Projekt mit dem Kürzel GTOPP. Dort stehen nicht nur Weiße Haie auf der Fahndungsliste.

Projektleiterin Barbara Block wird nicht müde, den Ozean als „blaue Serengeti“ zu bezeichnen. Sie hofft, mit der App Begeisterung und Faszination auszulösen. Shark Net sei „der Hai in Ihrer Tasche“. Was man einmal in der Tasche hat, schützt man, so das Kalkül.

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