Was macht eigentlich …? Bill Gates will das WC neu erfinden

15. August 2012 | by Dieter Jirmann

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Wenn man – wie Bill Gates – eigentlich noch garnicht so alt ist, aber so viel Geld hat, dass man garantiert seinen Lebtag lang nicht mehr arbeiten muss, kann man ja schon mal auf seltsame Ideen verfallen.

Zum Beispiel auf die, dass das Toilettenwesen von Grund auf revolutioniert werden müsse.

Die Wasserspülung, so ließ der Microsoft-Gründer via Blog verkünden, habe ausgedient – zwar habe sie sich historische Verdienste bei der Bekämpfung von Krankeiten wie der Cholera erworben, zeitgmäß aber sei sie nicht mehr.

Statt dessen sollen Wissenschaftler in aller Welt nun unter dem Motto “Reinvent the Toilet” das Thema der Beseitigung von Verdauungsprodukten ganz neu denken.

Die acht Forschungseinrichtungen, die an dem Thema arbeiten dürfen, stellen in dieser Woche bei eienr Arbeitstagung ihre ersten Resultate vor, und dazu zählt etwa ein Einfall aus Delft, der vorsieht, dass die Hinetrlassenschaften mit Mikrowellentechnologie in Energie verwandelt werden (womit man ja praktisch „braune Energie“ statt „grüner“ hätte).

Ganz anders begehen die Forscher aus Singapur an die Sache heran, die Fäkalien mit Bio-Holzkohle verbrennen wollen, um Flüssiges zum Kochen zu bringen und nach Karbonfilterung wieder genießbar zu machen.

Solarenergie darf natürlich auch nicht fehlen: Aus Kalifornien kommt die Idee, mit Hilfe eiens elektrochemischen Reaktors aus Fäkalien Wasserstoff-Gase zu gewinnen, die wiederum selbst Energiequelle werden können.

Klingt alles, sagen wir mal, sehr ambitioniert, und so fragen wir uns, wie sich künftige Generationen wohl an Bill Gates denkenwerden: als an den Mann, der uns Windows beschert hat, oder als an den, der die Toilette revolutioniert hat?

[Link: AllThingsDFoto: Michael Hanson/Bill & Melinda Gates Foundation

 


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Comment (1)

  1. Mirco says:

    Die Idee klingt nicht schlecht. Das Klo hat sich ja seit Jahrzehnten nicht verändert.

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