Fauxpas: Neue Yahoo-Ceo Marissa Mayer vergrätzt Aktionäre – Alibaba-Milliarden wanken

10. August 2012 | by TechFieber.de

Fauxpas: Neue Yahoo-Ceo Marissa Mayer verärgert Aktionäre - Alibaba-Milliarden wankenKaum ist die neue Chefin in Amt und Würden, schon wankt das so oder so schon schwer angeschlagene Yahoo-Schiff noch mehr: Nur drei Wochen nach ihrem Amtsantritt stößt die frischgekürte Yahoo-Chefin Marissa Mayer die Aktionäre des Online-Dinos mächtig vor den Kopf.

Die Ex-Googlerin stellte nicht nur zahlreiche Entscheidungen ihrer Vorgänger auf dem Yahoo-Chefsessel in Frage, sondern insbesondere auch das Versprechen, die Milliarden aus dem Verkauf von Anteilen am chinesischen Internet-Powerhouse Alibaba auszuschütten – als prompte Quittung hierfür rasselte die Yahoo-Aktie um satte vier Prozent in den Keller.

Yahoo erklärte in einer Börsenmitteilung, dass sich Mayer zusammen mit dem Verwaltungsrat die Wachstums- und Übernahmestrategie des Unternehmens anschaue, dazu den Restrukturierungsplan sowie die anvisierte Kapitalzuteilung und den Kassenbestand. Ziel sei es, langfristig Wert für die Anteilseigner zu schaffen. Oder im Klartext: Yahoo auf Vordermann zu bringen und damit den Aktienkurs zu steigern.

Kurzfristig würden die Aktionäre aber in die Röhre schauen: Der Alibaba-Verkauf soll mindestens 6,3 Milliarden Dollar in bar einbringen. Beinahe alles Geld, was nach Steuern übrig bleibt, war eigentlich den Aktionären versprochen worden – etwa in Form eines Aktienrückkaufs. Der Abschluss des Verkaufs wird gegen November erwartet.

Die ehemalige Google-Spitzenmanagerin hatte Mitte Juli das Ruder bei Yahoo übernommen und muss nun die schleppend laufenden Geschäfte ankurbeln. Mayer will das Internet-Urgestein wieder zu einer Innovationsmaschine machen, um gegen Rivalen wie Google oder Facebook bestehen zu können. Das aber kostet Geld und braucht Mitarbeiter. Wenn Mayer die Milliarden in der Kasse behalten würde, brächte ihr das zusätzliche Feuerkraft.

Das alte Management war noch auf Sparen eingestellt, weil die Haupteinnahmequellen von Yahoo vor sich hindümpeln: die grafischen Werbeanzeigen und der Verkauf von bevorzugten Platzierungen in der Trefferliste der Suchmaschine. Derzeit läuft ein Stellenabbau, dem 2000 von 14 000 Beschäftigte zum Opfer fallen sollen. Dagegen hatten Google oder auch Facebook ihre Mannschaften bis zuletzt aufgestockt.

Wohin die Reise bei Yahoo nun genau geht, hat Marissa Mayer noch nicht verraten. Die 37-Jährige ist ein Star im Silicon Valley und eines der bekanntesten Gesichter der Technologieszene überhaupt. Sie leitete bei Google die Internetsuche und später die Kartendienste. Sie erwartet im Oktober ihr erstes Kind.

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Comment (1)

  1. LoLi says:

    Na ja, dass andere Menschen andere Dingen tun, ist wohl jedem klar. Ausser dem sensiblen Wesen Namens Aktionär. Aber auch das sollte einer Firmenrepräsentantin eines weltweit agierenden und an der Börse notierten Unternehmen klar sein. Ob es nun ein Anfängerfehler war oder nur die Vorbereitung auf weitere Kurswechsel wird sich noch zeigen müssen.

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