[Studie] eGovernment Monitor: Online-Verwaltung kommt gut an

9. August 2012 | by Dieter Jirmann

eGovernment verwaltung studie

Seit drei Jahren beleuchtet der „eGovernment Monitor“ die internationale Zufriedenheit mit eGovernment-Angeboten – erstmals wurde nun auch die Schweiz bei der jährlichen Untersuchung berücksichtigt. Das Resultat: Sowohl bei der Nutzung als auch bei der Zufriedenheit der Nutzer spielt die Schweiz ganz vorne mit.

Getragen wird die repräsentative Befragung von der Initiative D21, einem parteien- und branchenübergreifenden Netzwerk von 200 Mitgliedsunternehmen und -institutionen sowie politischen Partnern aus Bund, Ländern und Kommunen in Deutschland. Untersucht wird dabei aber nicht allein die Entwicklung in Deutschland, sondern auch in Österreich, Schweden, den USA, Grossbritannien und nun auch in der Schweiz. Befragt wurden je Land 1.000 Erwachsene, die in Privathaushalten leben.

Dass die Schweiz in das Panel der untersuchten Länder aufgenommen wurde, begründet Barbara Zimmers, Geschäftsführerin der Initiative D21 damit, dass man sich Aufschluss darüber erhofft habe, ob die Nutzung von Online-Angeboten in einem Land mit einer politischen Kultur der direkten Demokratie anders ausfällt: „Wir wollten sehen, ob die Partizipation der Bürger an staatlichen Angeboten, die den direkten Kontakt zu Behörden bieten, in der Schweiz besonders ausgeprägt ist – das hat sich im Wesentlichen bewahrheitet“.

Mit dem Bild, das bei der Untersuchung entstand, können Schweizer Regierungsstellen und Bürger nämlich zufrieden sein: Bei der Frage, ob sie von eGovernment-Angeboten schon einmal Gebrauch gemacht hätten, antworteten 58 Prozent der Teilnehmer mit Ja. Damit wurden zwar nicht die Werte von Schweden (70 Prozent) und Österreich (67 Prozent) erreicht, aber die Schweiz liegt deutlich vor Deutschland und Grossbritannien (jeweils 45 Prozent) und erheblich vor den USA (39 Prozent).

Was den Wissenstand über Online-Beteiligungsinitativen angeht, liegen die Schweizer an der Spitze: 73 Prozent der Befragten waren die Möglichkeiten bekannt, die sie haben.

Dabei treffen die Schweizer Bürger offenbar auch auf Angebote, die hilfreich sind: 59 Prozent erklären, sie seien „sehr zufrieden“, 20 Prozent, sie seien „zufrieden“ mit dem, was Städte und Kommunen zur Abwicklung von Behördengängen online anbieten. Das Wichtigste ist den Schweizer Nutzern dabei, dass die Systeme zuverlässig arbeiten, dass Datenschutz und Datensicherheit gewährleistet sind und dass einfache Bedienbarkeit gewährleistet ist.

Noch häufiger würden sie auf die Online-Angebote zurückgreifen, wenn eine bessere Durchgängigkeit vorhanden wäre, die Strukturen durchschaubarer wären und mehr Hilfestellung geleistet würde – das wünschen sich jeweils rund 40 Prozent der Befragten.

[egovernment-monitor] Foto: Screenshot E-Government Monitor

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