Social Bookmarking am Scheideweg: ekaabo schluckt nach Yigg auch Mister Wong

9. August 2012 | by Jochen Siegle

Social Bookmarking am Scheideweg: ekaabo schluckt nach Yigg auch Mister WongGut gedacht, aber dann doch irgendwie nicht so doll gemacht. Die Rede ist von Social-Bookmarking-Diensten im Internet, die seit 2006/2007 im Windschatten des US-Pioniers „Digg.com“ weltweit wie Pilze aus dem Boden schossen.

Darunter auch in der guten alten BRD der Dienst „Mister Wong“. Nachdem im „Like“-Zeitalter und der Omnipräsenz des Social-Media-Kings Facebook jedoch kaum noch jemand Internet-Lesezeichen-Services wie eben Digg oder Klone wie Mr. Wing braucht oder nutzt, steht es schlecht um die Branche.

Social Bookmarking am Scheideweg: ekaabo schluckt nach Yigg auch Mister Wong

Das einst hochfliegende Original Digg wurde jüngst für lediglich 500.000 US-Dollar verramscht. Nun sollte das gleiche Schicksal das einstige Bremer Vorzeige-Startup Mister Wong, das auch Ableger in China, Russland, Spanien, Frankreich und den USA hat, ereilen: Das Internet-Unternehmen ekaabo aus Weinheim bei Mannheim übernimmt die Firma – zu einem nicht genannten Preis.

ekaabo hatte erst kürzlich auch die Nachrichten-Community Yigg übernommen. Zusammen mit dem eigenen Empfehlungsdienst Spreadly will ekaabo eine Social-Networking-Plattform für die Werbewirtschaft entwickeln.

„Der wichtigste Werbetreibende im Netz wird die einzelne Person sein, die für bestimmte Themen eine besondere Glaubwürdigkeit in ihrem jeweiligen Netzwerk hat“, erklärte ekaabo-Geschäftsführer Marco Ripanti am Donnerstag.

Mit der Übernahme von Yigg und Ripanti reagiere das Unternehmen auf das Bedürfnis von Nutzern, nach dem Weiterverbreiten interessanter Inhalte („Sharing“) mit Hilfe der Spreadly-Schaltfläche diese Links auch an einem zentralen Ort wiederfinden zu können („Bookmarking“). „Jetzt führen wir den Kreislauf vom Sharing zum Bookmarking zusammen“, so Ripanti.

Bei Yigg tragen die Nutzer vor allem aktuelle Nachrichteninhalte zusammen, bei Mister Wong werden Links zu Internet-Inhalten aller Art thematisch sortiert. Beide Plattformen haben nach Angaben Ripantis zusammen knapp zwei Millionen Nutzer und sollen zunächst wie bisher weitergeführt werden.

 

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Comment (1)

  1. Frey Marcel says:

    Mit diesem Problem sind die Social Bookmarking Seiten aber ja nicht alleine man sollte auch sehen was mit Studivz und Schülervz passiert die sind auch am Ende

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