[IFA] [TV] Techies vs. Traditionelle – Panasonic spaltet seine Kunden

28. Juli 2012 | by Holger Froehlich

Für jeden was - Panasonic

Es ist eine Gratwanderung. Entweder sind die Kunden enttäuscht, weil ihr neuer Fernseher weniger kann als der des Nachbarn oder sie werfen frustriert die meterlange Fernbedienung mit den tausend Knöpfen in die Ecke, weil sie nicht mehr durchblicken.

Panasonic teilt seine Kunden daher in zwei Klassen. In der einen sind die Techies, die ihre Club-Mate auf der Pizza von gestern abstellen und über das laufende TV-Programm twittern, während sie bei Ebay nach einem neuen Fernseher suchen, der noch mehr Funktionen hat. In der anderen Klasse sind die Traditionellen, die ein Schondeckchen zwischen ihr Hefeweizen im Glas und den Fliesentisch legen und die zum Einstellen neuer Programme viermal ordentlich mit der flachen Hand auf den Fernseher schlagen.

Panasonic

Beide will Panasonic zur anstehenden IFA in Berlin mit den gleichen Geräten bedienen. Keine leichte Aufgabe. Für die Traditionellen, die den Unterschied zwischen Sat und Kabel nicht kennen, hat das japanische Unternehmen die Ein-Knopf-Installation integriert. Konfiguration, Sendersuchlauf und Erstellen der Sendertabelle erledigen sich so (hoffentlich) von ganz alleine.

Mit der intuitiven Bedienerführung im Fernseh-Menü soll sogar Oma Erna skypen können – weil laut sie Hersteller den Unterschied zum normalen Telefonieren überhaupt nicht mitbekommt.

Für die Techies sind allerlei Spielereien integriert. So kann der Nerd per Smartphone vor Ort ein Foto machen und es einfach vom Display seines Handys rüber auf den Fernseher ziehen. Warum er auf seinem Fernseher ein Bild von sich vor seinem Fernseher braucht, muss er wohl noch herausfinden. Aber dafür ist er ja auch ein Techie und kein Traditioneller.

Fotos: Panasonic/IFA


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