[BikeFieber] Hurtig aus dem Weg: Sydneys Radler kommen …

16. Juli 2012 | by Mathias Rittgerott

Radfahrer in Sydney

Wer schon mal in Sydney war weiß: Mit dem Radeln ist es dort nicht weit her. Wer noch nie dort war, weiß es jetzt. Doch den Stadtvätern ist es gelungen, Tausende Städter auf die Drahtesel zu locken. Im großen Stil werden dort Radwege gebaut. Und siehe da: In nur zwei Jahren ist die Zahl der Radler um 82 Prozent in die Höhe geschnellt.

Um gleich die Euphorie zu dämpfen, Sydney zöge mit Freiburg als Radlerstadt gleich: 0,8 Prozent der Sydneyer radeln zur Arbeit. Nun sind es also rund 1,5 Prozent. Naja, eine Explosion auf zwei Rädern sieht anders aus. Aber, der weiteste Weg beginnt mit dem ersten Schritt. 2030 will die Stadt, so die Vision, eine grüne sein und voller Radler. „We love cycling“, bekennen die Einwohner dann.

„Die Europäer wissen es schon seit Jahren: Radfahren ist ein effektiver, günstiger, fröhlicher und gesunder Weg, sich in großen Städten fortzubewegen“, lobt die Stadt Sydney auf ihrer Homepage.

200 Kilometer Radweg sollen sich 2030 durch die Metropole ziehen, jeder zehnte Pendler im Sattel sitzen. Wegebau allein bekehrt freilich kaum Autofahrer zum Bicyclisten. In Sydney kam ein ganzer Strauß an Anreizen dazu: Fahrsicherheitstraining werden angeboten, Kreuzungen radfreundlich gestaltet und kostenlos Klingeln verteilt.

Klingeln sind in Sydney offenbar überlebenswichtig. Fiona Campbell, Radbeauftragte der Stadt, spricht von einer „Feindschaft zwischen Radfahrern und Autofahrer“.

Um die Sicherheit der Radler zu steigern, sollten die Australier jedenfalls in Schweden anrufen. Dort gibt es Kragen-Airbag-Radlerhelme.

[link][via][via] [Photo: (c) City of Syndey]

Mehr bei TechFieber zum Thema: , , , , ,

Antwort schreiben