[Green Motor] Elektro-Smart 2.0: Völker der Welt, schaut auf diesen Smart!

4. Juli 2012 | by Jochen Siegle

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„Ich bin klein, mein Herz ist rein.“ Könnte ein Smart sprechen, das Kindergebet wäre sein Tankspruch, wenn er sich abends an die Steckdose schmust. Klein, klar, ist der Smart. Rein will er werden. Elektrosauber. Über Berlins Straßen surren derzeit Smarts, denen die Drecksröhre namens Auspuff fehlt.

„Electric drive“, ed, steht auf den kleinen Weiß-grünen der dritten Generation, und Daimler bzw. Mercedes-Benz will wissen, ob Fahrer Spaß am Wägelchen haben. Deshalb schickt der Stuttgarter Konzern Testautos weg von Schwabens ruhigen Straßen auf Berlins wilde Piste.

Dort holpern 175 Kilo Lithium-Ionen über den Asphalt, wobei das Gewicht der Akkus für Stabilität sorgt. Außerdem sollen die Zellen im Fall eines Crashs sicher sein, wobei wir seit dem Parkunfall eines Elektro-Toyota wissen, dass nicht jeder Akku feuergefährlich ist. Smart kühlt seinen Elektrotank dazu eifrig. Von einer Testflotte im hitzigen San Diego heißt es, die Akkus erwärmten sich selbst nach 24 Stunden nicht über 40 Grad.

Sieben Stunden an der Steckdose brauchen die Batterien für eine Ladung, wobei es natürlich bequem ist, daheim eine „Wallbox“ installiert zu haben. 710 Euro kostet die, Peanuts im Vergleich zum Listenpreis des Autos von Minimum 18.910 Euro. (Das Cabrio ist freilich rund 3.000 Euro teuer.)

65 Euro Monatsmiete kostet der Akku, der dafür zehn Jahre brav seinen Dienst verrichten soll. Mit dem Paket aus Auto, Akku und Heimtanke wird man in 11,5 Sekunden von Null auf Hundert beschleunigt, ein riesiger Sprung weg von den 26,7 Sekunden, den der Vorläufer benötigte. Bei 125 Stundenkilometer ist Speedschluss. Auf Berliner Straßen wird man das kaum erreichen, vielleicht auf der ehemaligen Rennstrecke Avus. Aber den Smart dort auszufahren, ist sicherlich nicht im Sinne des Erfinders.

Selbstverständlich kann man aus der Ferne per Smartphone mit dem Smart kommunizieren. Beispielsweise mit dem Kommando, die Klimaanlage anzuwerfen. Oder der Anfrage, wie voll der Akku ist.

Die Tankuhr des Smart fourtwo ed zeigt exakt, wie viel Saft noch geladen ist, exakter als die Anzeige jedes Benziners oder Diesels. Liegenbleiben soll somit unwahrscheinlicher werden, was gut ist, weil man sich kaum vorstellen kann, statt mit einem Benzinkanister mit einem Akku unterm Arm zur nächsten Tankstelle zu wandern.

Dennoch sollte man seine Fahrten genau planen. 145 Kilometer weit kommt der Smart fourtwo ed mit vollem Akku. Über den S-Bahn-Ring hinaus nach Brandenburg wird’s riskant.

 

 

 

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