[Studie] Verbrecher mögen weder Stamm noch Borke

21. Juni 2012 | by Mathias Rittgerott

city trees von edoration

Große Bäume sind ein wirksamer Schutz gegen Verbrecher. Gegen Diebe, Einbrecher, Räuber und Pistolenhelden. Das kann man als wissenschaftlich erwiesen ansehen. Vergangene Woche erst haben Forscher der US-Universität von Vermont eine Studie vorgelegt, die genau das aussagt. Verbrecher mögen keine wuchtigen Stämme.

In Stadtteilen der Großstadt Baltimore mit zehn Prozent mehr Bäumen als anderswo werden zwölf Prozent weniger Verbrechen begangen, sagen Austin Troy und Jarlath O´Neill-Dunne, wobei ihnen der USDA-Forstservice fachlich beipflichtet.

Sie wagen sich zwar nicht mit einer großen Theorie aus den Büschen, warum das so ist. Autoren einer früheren Studie zu Bewuchs und Verbrechen in Portland, Oregon, legen jedoch folgenden Schluss nahe: Wo große Bäume ihre Arme gen Himmel recken darf der Übertäter davon ausgehen, dass die Anwohner achtsam mit ihrer Nachbarschaft umgehen. Folglich blicken sie hin und wieder aus dem Fenster oder rechen Laub – und erspähen ganz nebenbei verdächtige Bewegungen. (In Stuttgart wäre die Verbrechensrate somit dort niedrig, wo die Kehrwoche gewissenhaft verrichtet wird.)

Junge Bepflanzungen bergen aus Forschersicht allerdings Gefahr. Kleine Bäume bieten Verbrechern guten Schutz.

Polizisten und Bürgerwehren allerorten sollten sich zukünftig damit befassen, wo Bäume gesetzt werden müssen, um kriminelle Energie zu senken. Baumumarmer und Polizisten Hand in Hand. Das sollte die 41,95 Dollar für die Studie wert sein.

[link][link] [via][via] Photo: edoration via Flickr/cc

 

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