[Augmented Reality] Kekse werden zu Sahnetorten

16. Juni 2012 | by Dieter Jirmann

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Oder eben in Wirklichkeit garnicht: Wissenschaftlern an der Universität von Tokio haben sich eine Diätbrille einfallen lassen, deren Sinn es ist, mit Hilfe von Augmented-Reality-Technologie dem Esser vorzugaukeln, er habe schon ganz viel in sich hineingestopft, während er in Wahrheit nur einen bescheidenen Keks konsumiert hat.

Wenn der Proband an seinem Gebäckstück knabbert und man ihm suggeriert, er nehme da aber einiges an Kalorien zu sich, kann man ihn dazu bringen, weniger zu essen: Ist das Keksabbild um 50% größer als es der Realität entspricht, wird immerhin 10% weniger weggegessen.

Aber es geht sogar noch perfider. In einem anderen Projekt haben die Wissenschaftler einen so genannten “Meta-Cookie” entwickelt. Dahinter verbirgt sich ein simpler Biskuit – dem Probanden aber wird mit optischen Tricks und Gerüchen eingeredet, er nehme etwas ganz anderes zu sich, also zum Beispiel ein satt mit Schokolade garniertes Gebäck. Das soll in 80% aller Fälle klappen.

Tja, und weckt das nun Erinnerungen an Soylent Green? Oder sollte man sich lieber damit trösten, dass dieses wissenschaftliche Vorhaben doch nicht so weit vorne ist? Immerhin nehmen täglich ja Millionen Menschen im Zeichen der goldenen Bögen etwas Pappiges zu sich, das sie für Fleisch halten … nur mit dem Abnehmen klappt es da nicht.

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