[AMD 12] Audiovisual Media Days: Windows 8, ein Betriebssystem soll mobil werden – Teil 4

8. Juni 2012 | by Gerhard Bachleitner

[AMD 12] Audiovisual Media Days: Windows 8, ein Betriebssystem soll mobil werden -  Teil 4

Zum fünften Male tagten in München die Audiovisual Media Days, AMD, ein Kongress für Bewegtbild in Medien, Marketing und Corporate Communications. „Ein Betriebssystem soll mobil werden – Windows 8“ ist der vierte und letzte Teil des Features von Gerhard Bachleitner.

Aufschlußreich zu hören war, wie sich Microsoft, das in der neuen mobilen und sozialen Welt eine eher kleine Nummer darstellt, die eigene Zukunft vorstellt. Oliver Kaltner propagierte naheliegenderweise das bevorstehende Windows 8, das ja ausdrücklich auch auf mobile Endgeräte zugeschnitten wird. Wie die Skalierbarkeit vom Smartphone bis zum PC aber in der Praxis tatsächlich aussehen und sich anfühlen wird, muß sich erst noch beweisen. Es wäre das erste Mal, daß Windows durch seinen Ressourcenhunger Nutzer vorhandener Hardware nicht mehr ausschließt.

Mißtrauisch muß auch die Äußerung stimmen: „Von Technik wollen wir nicht mehr sprechen“. Dies heißt in aller Regel: unauffindbare Grundfunktionen, unabstellbare Automatismen, unplausible Ergonomiekonzepte, forcierte Intransparenz des Systems auf allen Ebenen.

Kaltner gab unumwunden zu, vom Vorbild Apple – wo diese Grundsätze ja in Reinform kultiviert werden – gelernt zu haben, gerade auch, was die Wichtigkeit des Designs betrifft. Microsoft nennt seine neue Technikanmutung Metro-Design und beschreibt es als vollkommen authentisch und schnell und flüssig. Zum wiederholten Male hat man sich auch die Freiheit des Nutzers auf die Fahne geschrieben (nimmt diesem in Windows 8 aber gleichzeitig den Startknopf weg). Auch der stationäre Nutzer sieht sich erst einmal der Kacheloberfläche gegenüber und wird erst mühsam das neue Windows zu einer benutzbaren Arbeitsumgebung mit Fenstern und Menüs zurückverwandeln müssen.

Microsoft versteht die Konfigurierbarkeit der Arbeitsumgebung, die doch selbstverständlich sein sollte, bereits als Personalisierung.

Alle Artikel der Serie von Dr. Gerhard Bachleitner.

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