[E-Commerce] Studie: Mehr Anbieter und Service pushen Internet-Handel in der Schweiz

6. Juni 2012 | by TechFieber.de

studie internet shopping boom schweizDie Forscher des Kompetenzschwerpunkts E-Business an der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW haben für einen aktuellen Report für das Jahr 2012 vorgelegt und sehen für die Entwicklung des E-Commerce in der Schweiz gute Perspektiven.

In einer zweiten Welle drängten nun neue Anbieter auf diesen Markt, und viele Traditionsmarken, die sich zunächst zurückhalten hätten, würden nun aktiv.

Diese zweite Welle hat der Studie zufolge im Jahr 2009 eingesetzt und 2011 einen vorläufigen Höhepunkt gefunden. Geprägt wird sie dadurch, dass nun nicht mehr – wie in der ersten Welle – vor allem Start-up-Unternehmen aktiv sind, sondern dass etablierte Unternehmen sich verstärkt engagieren.

Diese waren in der Startphase des E-Commerce zurückhaltend, haben aber inzwischen erkannt, dass sie sich dem Thema Online-Handel nicht mehr verschliessen können, nicht zuletzt, weil Marktanteile verloren gegangen sind. Aber auch Traditionsmarken, die frühzeitig in diesen Markt gestartet waren, jedoch mit ungeeigneten Konzepten keine grossen Erfolge verbuchen konnten, wagen verstärkt einen erneuten Anlauf.

Start-up-Firmen dagegen spielen zwar weiterhin eine Rolle im E-Commerce, konzentrieren sich aber in zunehmendem Masse auf spezialisierte Geschäftskonzepte. Am auffälligsten sind dabei nach Einschätzung der Forscher Services, die mit limitierten Kaufgelegenheiten, für die hohe Rabatte gewährt werden, für Bewegung in der Preisstruktur sorgen.

Etablierte Marken nutzen den Aufwärtstrend im E-Commerce, um vorsichtig eigene Kanäle zur Kommunikation mit den Kunden, aber auch zum Direktvertrieb aufzubauen. Dabei achten sie der Studie zufolge aber darauf, ihre traditionellen Handelspartner nicht zu verprellen, und bleiben mit der Werbung für eigene Online-Shops zurückhaltend.
Die Aussichten für E-Commerce in der Schweiz werden trotz einer gewissen Abschwächung positiv bewertet – vor allem in Branchen, wo der Anteil dieses Vertriebskanals derzeit noch unter 10 Prozent liegt, wird für die nächsten fünf Jahre mit starkem Zuwachs gerechnet.

Allerdings sei auch damit zu rechnen, dass der Wettbewerb sich verschärfen werde, meinen die Forscher. Ein Anzeichen dafür sei, dass die Werbung für Online-Shops in den klassischen Kanälen wie Fernsehen und Print zunehme, ein anderes, dass die Preise für Werbung bei Google gestiegen seien.

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