IPO-Schlamassel: Morgan Stanley will nach Facebook-Debakel Investoren entschädigen

25. Mai 2012 | by TechFieber.de

IPO-Schlamassel: Morgan Stanley will nach Facebook-Debakel Investoren entschädigenDas Gemeinschaftsunternehmen der Investmentbanken Morgan Stanley und Citigroup, Morgan Stanley Smith Barney, will nach dem Debakel um den Börsengang von Facebook einige Investoren entschädigen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag unter Berufung auf eine mit dem Börsengang vertraute Quelle. Die Preise für ein paar tausend Kaufaufträge der Facebook-Aktie würden angepasst, berichtet die Agentur. Zudem hätten Verkaufsaufträge von mindestens 43 US-Dollar wegen der niedrigen Volumina zu diesen Kursen nicht ausgeführt werden können. Morgan Stanley wolle einen Teil des durch den Börsengang erzielten Gewinns für die Ausgleichszahlung der Investoren verwenden.

Der in Zusammenhang mit dem verpatzten Börsengang von Facebook im Raum stehende Vorwurf lautet, dass die am Börsengang beteiligten Großbanken ausgesuchte Kunden kurz vor dem Aktienverkauf darüber informiert haben, dass sie bei Facebook mit einem schwächeren Wachstum rechnen. Einige Großinvestoren, so berichten es US-Medien, stornierten daraufhin ihre Kaufaufträge, während Kleinanleger und weniger gut vernetzte institutionelle Investoren zuschlugen und nun heftige Verluste hinnehmen müssen. Die Aktie, die beim Börsengang vor einer Woche zu 38 Dollar verkauft worden war, ging am Donnerstag mit 33,03 Dollar aus dem Handel.

Der Facebook-Börsengang beschäftigt bereits Gerichte und Politik: Die Anwälte werfen Facebook, den Alteigentümern und den Banken vor, die Börsenunterlagen schlampig zusammengestellt zu haben. Kanzleien streben gefürchtete Sammelklagen an und fordern Wiedergutmachung im Namen aller Geschädigten. Namentlich werden Morgan Stanley, JPMorgan und Goldman Sachs aufgeführt. Das sind die drei sogenannten „Lead Underwriter“, also die wichtigsten Organisatoren des Börsengangs.

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