[Studie] „BYOD“ voll im Trend: Verwendung privater Gadgets im Büro nimmt zu

22. Mai 2012 | by Alex Reiger

[TechBusiness] Verwendung privater Endgeräte im Büro - BYOD liegt voll im Trend - so Studie

Interessante Studie des Silicon-Valley-Netzwerkriese Cisco: „BYOD“, sprich Bring your own device“ liegt voll im Trend. Fast 95 Prozent der Befragten gaben an, dass ihr Unternehmen die Verwendung von privaten Endgeräten in der einen oder anderen Form gestattet. Und: Jeder Mitarbeiter verbindet in zwei Jahren im Schnitt 3,3 Mobilgeräte mit dem Unternehmensnetz. Mehr Details in der PM hierzu nach dem Seitenwechsel …

MÜNCHEN, 21. Mai 2012. Cisco gibt die Ergebnisse einer Studie bekannt, aus der hervorgeht, dass das BYOD-Konzept inzwischen bei der Mehrheit der Unternehmen Anwendung findet: 95 % der Befragten gaben an, dass ihr Unternehmen die Verwendung von privaten Endgeräten in der einen oder anderen Form gestattet. Ein Aufwärtstrend ist zudem bei der Gerätenutzung zu verzeichnen. Die Cisco Internet Business Solutions Group (IBSG) schätzt, dass bis zum Jahr 2014 jeder Mitarbeiter im Schnitt 3,3 Mobilgeräte zur Verbindung mit dem Unternehmensnetzwerk verwenden wird – im Vergleich zur Prognose von 2,8 für das Jahr 2012. IT-Manager suchen zudem nach Möglichkeiten, die gestiegenen Anforderungen im Hinblick auf Sicherheit und Support zu erfüllen, um von den hohen Kosten- und Produktivitätsvorteilen einer BYOD-Strategie zu profitieren. Gleichzeitig mit der Veröffentlichung der hauseigenen Studie hat Cisco mit „Smart Solutions“ ein neues Lösungskonzept für Unternehmen vorgestellt und neue Möglichkeiten für Service Provider aufgezeigt, ihre Mobility-Angebote optimal auf die Anforderungen von Kunden und Endbenutzern im Büro, zu Hause oder unterwegs abzustimmen.

BYOD ist darüber hinaus nur ein Teil einer umfassenderen Strategie, die Unternehmen verfolgen müssen, um das Potenzial von Mobilität in vollem Umfang auszuschöpfen. Mehr als drei Viertel (76 %) der befragten IT-Verantwortlichen bewerten den BYOD-Trend zudem als relativ oder äußerst positiv für das Unternehmen. Gleichzeitig wiesen sie auf die erheblichen Herausforderungen hin, die diese Entwicklung für die IT mit sich bringt. Diese Ergebnisse machen deutlich: BYOD hat sich inzwischen etabliert. Sie zeigen jedoch auch, dass IT-Abteilungen nach einem umfassenderen Ansatz suchen, der Skalierbarkeit und Aspekte wie Mobilität, Sicherheit, Virtualisierung und Richtlinienmanagement miteinander verbindet. Ihr Ziel ist es, die Kosten für das Netzwerkmanagement im budgetären Rahmen zu halten und gleichzeitig Einsparungen durch die Bereitstellung einer optimalen Arbeitsumgebung zu realisieren.

Dazu Padmasree Warrior, Senior Vice President und Chief Technology Officer, Cisco: „Unternehmen benötigen eine umfassende Mobility-Strategie, um mit der Flut an Mobilgeräten Schritt halten zu können, die an das Netzwerk angebunden werden sollen. Durch die Implementierung intelligenter Netzwerke ermöglichen Unternehmen nicht nur eine zeit- und ortsunabhängige Arbeit, sie können ihren Mitarbeitern darüber hinaus die Flexibilität bieten, ihre bevorzugte Arbeitsumgebung frei auszuwählen.“

Dieser Ansatz deckt sich mit der Mobility-Strategie von Cisco: Mobilitätskonzepte müssen über ein reines BYOD-Modell hinausgehen und zusätzlich die Integration von Service Provider- und Enterprise Mobility-Lösungen sowie Security-, Collaboration- und Desktop-Virtualisierungslösungen umfassen. Die Studie wurde von der Cisco Internet Business Solutions Group (IBSG) durchgeführt.

Wichtigste Ergebnisse der Studie

Führungskräfte aus IT und Business unterstützen zunehmend BYOD.

95 % der Mitarbeiter gaben an, dass ihr Unternehmen gestattet, private Geräte in der einen oder anderen Form am Arbeitsplatz zu verwenden.

Arbeit wird mobiler, immer mehr Mobilgeräte am Arbeitsplatz:

  • In den USA verwenden bereits 78 % der Angestellten mobile Geräte beruflich.
  • Für die Tätigkeit von 65 % der Angestellten ist eine mobile Netzwerkverbindung zwingend erforderlich.
  • Bis zum Jahr 2014 verwendet jeder Mitarbeiter im Informationssektor im Schnitt 3,3 Mobilgeräte zur Verbindung mit dem Unternehmensnetzwerk, verglichen mit durchschnittlich 2,8 Mobilgeräten im Jahr 2012.
  • Die Mehrheit der IT-Verantwortlichen (76 %) sieht in der Nutzung von privaten Endgeräten am Arbeitsplatz einen „gewissen“ oder „deutlichen“ Mehrwert für ihr Unternehmen.
  • Mitarbeiter wünschen sich mehr Freiheit bei der Gestaltung ihrer Arbeitsumgebung:
  • Für die Mitarbeiter in 40 % der befragten Unternehmen hat die „Wahl des Endgerätes“ oberste Priorität.
  • An zweiter Stelle steht ein flexibles Arbeitsmodell, in dessen Rahmen die Mitarbeiter persönliche Dinge am Arbeitsplatz erledigen und gleichzeitig außerhalb der regulären Arbeitszeit berufliche Tätigkeiten durchführen können.
  • Ein weiteres wichtiges Kriterium ist für Mitarbeiter die Nutzung von Anwendungen ihrer Wahl: Laut 69 % der Befragten werden nicht freigegebene Anwendungen – insbesondere Social Networks, Cloud-basierte E-Mail-Dienste oder Instant Messaging – heute tendenziell bzw. viel häufiger verwendet als noch vor zwei Jahren.
  • Mitarbeiter sind zudem bereit, selbst für diese Flexibilität zu bezahlen.
  • Die Vorteile von BYOD potenzieren sich: Je nach Funktion des Mitarbeiters im Unternehmen und den damit verbundenen Anforderungen sind die Geschäftsvorteile unterschiedlich ausgeprägt. Abhängig von der Position des Mitarbeiters – so schätzt die Cisco IBSG – können durch die Einführung von BYOD-Initiativen Einsparungen von 300 bis 1.300 US-Dollar realisiert werden.

BYOD erhöht Komplexität hinsichtlich Sicherheit und IT-Support

Besonders hohe Anforderungen an Sicherheit und IT-Support: Netzwerksicherheit und der Schutz geschäftskritischer und vertraulicher Daten sowie die Unterstützung einer Vielzahl von mobilen Plattformen stellen laut Angaben der Befragten die größten Herausforderungen für die IT dar.
Anbindung einer immer größeren Zahl an unterschiedlichen Gerätetypen erfordert neue Richtlinien für den Netzwerkzugriff und neue Ansätze zur Kostenkontrolle: Gerade einmal 14 % der Kosten für BYOD-Initiativen sind laut Analyse der Cisco IBSG auf Hardware zurückzuführen. Die Experten der IBSG weisen daher auf die entscheidende Bedeutung eines optimal abgestimmten Management- und Support-Modells hin, das zur Kontrolle dieser Kosten beiträgt.

Desktop-Virtualisierung gewinnt an Bedeutung

Unternehmen erkennen den Wert der Desktop-Virtualisierung: 98 % der Befragten waren mit dem Konzept der Desktop-Virtualisierung vertraut. 68 % sehen in der Technologie eine geeignete Alternative zur Bereitstellung von physischen Desktops für Mitarbeiter in Bereichen, in denen ein effizienter Austausch von Informationen und Fachwissen wichtig ist. 50 % der befragten Unternehmen gaben zudem an, dass sie bereits Anstrengungen unternehmen, ihre IT-Strategie auf Desktop-Virtualisierung auszurichten.
Desktop-Virtualisierung bietet Vorteile in wesentlichen Bereichen: Sie stellt den Mitarbeitern nahezu gleiche Arbeitsumgebungen bereit. Durch die erhöhte Flexibilität können Mitarbeiter produktiver arbeiten und durch den reduzierten Bedarf an Hardware sinken die IT-Kosten.
Datensicherheit hat oberste Priorität: Virtualisierungslösungen müssen sicherstellen, dass nur Personen mit entsprechenden Zugriffsrechten auf vertrauliche Unternehmens- und Kundendaten zugreifen können.

Foto: Cisco Campus in San Jose / techfever-net via FlickR/cc

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