Social-Media-Restaurant: Wenn „Wurst & Moritz“ aus dem Internet schiessen

30. April 2012 | by Arwen Möller

 

[Social Media] Social-Media-Restaurant: Wenn in Zürich Wurst & Moritz aus dem Internet schiessen

Mit Wurst & Moritz hat im Februar das erste Social-Media-Restaurant am Züricher Escher-Wyss-Platz eröffnet. Vor einigen Wochen gesellte sich das entsprechende Fastfood-Lokal Facecook dazu. Weitere könnten folgen, den vielen medialen Gastronomien rund um den Globus folgend.

„Schon beim Umbau des Lokals konnten die Leute mitdiskutieren“, erzählt Social-Media-Experte und „Wurst & Moritz“-Mitgründer Samuel Manz. Umgekehrt teilten die Drei von Wurst & Moritz „fast jeden Mist“ mit ihrer Fan-Community. Beispielsweise auf der Facebook-Seite von Wurst & Moritz durfte die Fan-Community seit September 2011 und Einrichtungsdetails kommentieren, Menüvorschläge machen und Lieblingsbiere posten.

Heute importiert die erste Currywurst-Bude von Zürich deshalb ein Bier aus Barcelona, das nach dem Geschäftsführer des Lokals Moritz Stauffer „Cerveza Moritz“ benannt ist – den die drei fachfremden Gründer übrigens auch über Social Media gefunden haben. Und die diversen, Wurst-Menüs auf der Speisekarte haben ihre Namen – „Geiziger Moritz“ oder „Heidi’s Schenkel“ – ebenfalls von den Fans.

„Isch cool gsi geschter bi Eu…gärn wieder emal“, postete nach der Eröffnung Michèle Marchi auf Facebook. Viel Lob folgt, manche gratulieren gar zu Wilhem Buschs Geburtstag. Rund 871 „gefällt mir“-Angaben zählt die Profilseite heute. „Das Lokal ist eigentlich immer voll“, bestätigt der 29-jährige Samuel Manz. Denn durch das Social Media-Marketing im Vorfeld hatte Wurst & Moritz praktisch ab Tag eins Stammpublikum.

Ähnliches hat auch das Fastfood-Lokal Facefood versucht, das im Dezember 2011 mit seinem Facebook-Profil online ging und Ende März in der Züricher Hohlstrasse Opening Party feierte. Neben vielen Menülisten zeigt die Profilseite von Facefood erst 37 „Gefällt mir“-Angaben.

Beispielsweise beim Post von Real Picky geht der Facebook-Schuss von Facecook sogar nach hinten los: „Wenn die Homepage sagt, der Schuppen sei offen am Samstagmittag, dann wäre es schön, wenn nicht nur das Pole-Dancings-Studio neben dran offen ist….“

Dennoch: Derartige Kommentare können auch eine positive Wendung haben. Nämlich, wenn dann eine Online-Diskussion losbricht, deren Teilnehmer und Beobachter daraufhin die Lage vor Ort checken. Im Vergleich zu anderen Branchen findet Samuel Manz: „Social-Media funktioniert sehr gut für die Gastronomie, weil auch jeder mitdiskutieren kann, ob’s ihm schmeckt oder nicht.“

Und das erst sichert langfristigen Erfolg.

[Social Media] Social-Media-Restaurant: Wenn in Zürich Wurst & Moritz aus dem Internet schiessen

[Link] [Link] [Foto: Sreenshot Facebook-Profilseite Wurst & Moritz] [Foto: Screenshot Facecook]

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