Handy als Geldbörse: Zeitalter von Bargeld und Plastikkarte geht dem Ende zu

30. April 2012 | by Dieter Jirmann

karten

Gut, Voraussetzung für diese Prophezeiung ist natürlich, dass die Sache mit dem Maya-Kalender glimpflich an uns vorbeigeht, aber auch, wenn die Menschheit das überlebt, ist das Schicksal der klassischen Zahlungsmittel besiegelt.

So jedenfalls sieht es eine neue Studie der Forscher des Internet & American Life Project am Pew Research Center und des Imagining the Internet Center der Elon University.

Und was kommt danach? Das Mobilgerät wird zur Geldbörse (wie es ja schon von den einschlägig interessierten Firmen propagiert wird).

Um zu der Erkenntnis zu gelangen, dass es 2020 aus ist mit dem Griff zum Portemonnaie, wurden 1.021 ausgewählte Experten befragt, und die waren zu 65 Prozent der Meinung, dass zu diesem Zeitpunkt nur noch im Ausnahmefall bezahlt wird wie gehabt.

Allerdings gibt es erhebliche Vorbehalte (bei 33 Prozent) gegenüber der derzeit als Lösung präferierten NFC-Technologie – Bedenken zum Datenschutz, der Wunsch nach anonymen Transaktionen, fehlende Infrastruktur und Widerstand der Firmen, die an vorhandenen Strukturen finanziell beteiligt sind, gelten als die wesentlichen Hindernisse einer schnellen Implementierung.

Nicht erwähnt, aber meiner Meinung nach von erheblicher Bedeutung ist auch der Zugang zu dieser Bezahlform insgesamt: Es sollte ja noch in guter (oder besser: schlechter) Erinnerung sein, wie Banken versucht haben, Bezieher von geringen Einkommen aus dem Kundenstamm zu drängen – wenn sie künftig die Möglichkeit haben, Smartphone- oder Tablet-Besitz zur Voraussetzung für eine Geschäftsbeziehung zu machen, werden sie diese Chance wohl auch ergreifen .
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