[Light+Building] Zhaga: Endlich ein Standard für LEDs

16. April 2012 | by Fritz Effenberger

Zhaga Standard LED-Modul

Keine Frage, LEDs sind (buchstäblich) das Coolste, was wir derzeit fürs Lichterzeugen haben. Winziges Problem: Verschiedene Hersteller haben verschiedene Sockel- und Anschlussstandards, wenn man mal von den E27 und E14 Schraubsockeln für Legacy-Leuchten absieht.

Hier kommt Zhaga ins Spiel, ein Industriekonsortium für die Standardisierung von LED-Anschlüssen. Dabei soll der Standard nur für eines sorgen: Kompatibilität. Endlich Leuchten mit LED-”Birnchen” unterschiedlichster Hersteller bestücken, weil alles mit allem zusammenpasst.

So was wie Sicherheitsstandards, Energiesparvoschriften und andere staatliche Regulierungen bleiben davon unberührt. Dazu kommt die Definition einer “LED Light Engine”, also LED-Anschlusssockel plus Steuer-Elektronik. Fast noch wichtiger ist die vorausschauende Vereinbarung, dass Konsortiumsmitglieder einander kostenlose Nutzung von Patenten und anderen Rechten einräumen, die zur Nutzung des Standards nötig sind.

So wird das Patentchaos verhindert, das zur Zeit zum Beispiel im Mobilfunksektor wütet. Mit im Mitgliederkanon sind bekannte Konzerne wie Bayer, Dekra, General Electric, LG, Mitsubishi, Osram, Panasonic, Philips, Samsung, Sharp, Toshiba und viele, viele kleinere Firmen, dazu eine lange Liste assoziierter Mitglieder.

Auf der Light + Building werden erste LED-Module präsentiert, die Zhaga-konform sind. Das begrüßen wir natürlich.

Zhaga Standard LED-Modul

[Photos: Zhaga]

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