[Startup-Fieber] „Next big thing“: Microsoft fördert deutsche Startups mit 20 Millionen

28. Februar 2012 | by TechFieber.de

[Startup-Fieber] Microsoft stellt im Rahmen des neuen High-Tech-Programms BizSpark Plus Start-ups weltweit seine Cloud-Technologien kostenlos zur Verfügung. Die teilnehmenden Unternehmen, die Produkte oder Dienste auf Cloud-Technologien entwickeln, erhalten ein Software- und Servicepaket, u.a. ein Windows Azure-Kontingent, im Wert von 60.000 US-Dollar (ca. 46.000 Euro).

Allein in Deutschland will Microsoft in den kommenden drei Jahren auf diese Weise rund 20 Millionen US-Dollar (rund 15 Millionen Euro) in Start-ups investieren. Bei der Vergabe der Fördermittel arbeitet Microsoft eng mit Venture Capital-Gebern und Inkubatoren wie dem High-Tech Gründerfonds zusammen.

Cloud Computing gehört zu den wichtigsten Wachstumsfeldern der ITK-Branche. Der Branchenverband BITKOM erwartet bis 2015 allein in Deutschland einen Anstieg des Umsatzes von 1,1 auf 8,2 Milliarden Euro. Vor allem kleinen Unternehmen bietet die Cloud Potenzial für die Neuentwicklung oder den Ausbau ihrer Geschäftsmodelle. „BizSpark Plus schafft eine Win-win-Situation für alle Beteiligten: Start-ups profitieren von Microsoft als führendem Anbieter im Bereich Cloud Computing, sie können im Cloud-Business Fuß fassen und sich etablieren“, sagt Ralph Haupter, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Microsoft Deutschland. „Microsoft profitiert dabei von einer lebendigen Cloud-Industrie in Deutschland. Wir ermöglichen neuen Akteuren den einfachen Zugang zu IT. Das begreifen wir als Teil einer größeren Corporate Technical Responsibilty.“

Zielgruppe: Junge Cloud-Entwickler

BizSpark Plus richtet sich an wachstumsorientierte Existenzgründer und Start-ups, die Dienstleistungen und Innovationen auf Basis von Cloud-Technologien entwickeln. Das Software- und Servicepaket im Gegenwert von 60.000 US- Dollar wird über zwei Jahre verteilt, dafür können sie verschiedene Dienste und Technologien wie Windows Azure in Anspruch nehmen. Während Microsoft im ersten Jahr sämtliche Kosten übernimmt, wird im zweiten Jahr die Hälfte der anfallenden Kosten für Cloud-Kapazitäten erstattet. In den kommenden drei Jahren will Microsoft auf diese Weise allein in Deutschland rund 20 Millionen US-Dollar (rund 15 Millionen Euro) durch die BizSpark-Programme in junge Unternehmen investieren.

Kooperation mit Inkubatoren

Für die Auswahl und Begleitung der Start-ups hat sich Microsoft erfahrene Partner an Bord geholt. Inkubatoren wie der High-Tech Gründerfonds, Team Europe oder GründerRegio M haben in den vergangenen Jahren erfolgreich junge Unternehmen in puncto Beratung oder Finanzierung unterstützt. „Es ist uns wichtig, dass wir Gründer nicht nur mit modernster Technologie ausstatten, sondern sie auch in betriebswirtschaftlicher Hinsicht voranbringen. Unsere Netzwerkpartner haben das erforderliche Know-how und die Kontakte, die für Start-ups wichtig sind“, erklärt Stephan Jacquemot, Emerging Business Lead, Microsoft Deutschland. „Das Angebot von BizSpark Plus ist in dieser Art einzigartig. Dieses partnerschaftliche Netzwerk wollen wir weiter ausbauen.“

Für Dr. Alex von Frankenberg, Geschäftsführer des High Tech-Gründerfonds, tragen Initiativen wie BizSpark Plus dazu bei, das Gründungsklima zu verbessern: „Deutschland ist ein hoch innovativer Wirtschaftsstandort. Damit das so bleibt, rücken Förderprogramme wie Microsoft BizSpark Plus die Gründerszene in den Fokus der Öffentlichkeit. Das kommt der gesamten IT-Wirtschaft zu Gute.“

Bewerbung über Partnernetz

BizSpark Plus ergänzt die vorhandenen Start-up-Programme BizSpark und BizSpark One von Microsoft. Mit dem internationalen Elitenförderprogramm BizSpark One werden ausgewählte Start-ups gezielt unterstützt. Das Breitenförderprogramm BizSpark ermöglicht einen ersten Zugang zu neuen Technologien. Voraussetzung für die Teilnahme am Förderprogramm ist, dass die Cloud-Dienste des Start-ups auf Basis von Microsoft-Technologien entwickelt werden. Dabei steht „Windows Azure“ im Fokus. Die Cloud Computing-Plattform unterstützt mehrere Programmiersprachen und stellt Entwicklern unter anderem Rechenkapazität, Speicherplatz, relationale Datenbanken oder Schnittstellen für die Systemintegration zur Verfügung.

Interessierte Gründer können sich über das Partnernetz für BizSpark Plus bewerben. Die ersten Start-ups befinden sich bereits im Aufnahmeprozess. Im Laufe des Jahres will Microsoft bis zu 40 junge Unternehmen fördern. 2013 sollen dann noch einmal 80 bis 100 weitere Gründer hinzukommen.
wab


Foto: XYZ via Flickr/cc

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