Apples nächste Erfolgsstory: Schulbücher

12. Januar 2012 | by Fritz Effenberger

Am Donnerstag in einer Woche, also dem 19.1.12, wird Apple im New Yorker Guggenheim Museum einen „Bildungs-Event“ abhalten. Die New York Times berichtet in ihrem „Bits“-Blog unter Berufung auf Apple-Mitarbeiter, die nicht genannt werden möchten, dass dort zwar keine neuen Geräte vorgestellt würden, dafür aber die nächste Erfolgsstory des Apfelkonzerns:

Schulbücher. Die Idee geht noch auf Steve Jobs zurück. Der Plan: Erfahrene Schulbuchautoren werden engagiert, die Bücher dann auf dem iPad kostenlos verteilt. Kostenlos bedeutet, es gibt keine Probleme mit den Kartellbehörden. Dafür wird das iPad zum Schulstandard und die Schulbüchverlage sterben wie die Fliegen. Genial, oder?
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Comment (1)

  1. Manuel says:

    Kann mir kaum vorstellen, dass das SO passiert.

    Mit einem Buch ist man einfach flexibler als mit so einem iPad.
    Gut, Markierungen und Lesezeichen kann man sicher auch mit nem iPad setzen, aber was ist, bei einer geschriebenen Notiz, die nicht nur aus Text, sondern auch Formeln, Zeichen und Illustrationen besteht? da wird man mit der Tastatur des iPad nicht so schnell zurecht kommen, wie mit dem Bleistift im Schulbuch.

    Außerdem … denken wir noch mal an unsere Schulzeit zurück… Ein Schulbuch fällt runter, es liegt auf dem Boden, man hebt es auf, es ist immer noch ein Buch. Ein iPad fällt runter, es liegt auf dem Boden, man hebt es auf, Displaybruch.

    Klar, es hat auch Vorteile, zum Beispiel weniger Traglast für die viel zu schweren Rucksäcke der Schulkinder – das ist ein GROßES PLUS! Und auch die Vielseitigkeit, dass man nur ein Gerät braucht und sich untereinander schnell Daten austauschen kann (wenn das iPad das kann, ich besitze keins.)

    Hmm Notizen kann man sich auch immer noch mit einem Notizblock neben dem iPad machen. Ok alles in allem ist das wirklich eine gute Idee und hilfreich für die Kiddis. Mir missfällt dabei aber der Gedanke, dass es Apple ist. Apple ist ziemlich böse, was ihre Firmenpolitik und Zensur ihrer benutzten Medien angeht. Man wird abhängig vom iPad. Wäre es eine Software für alle eBook-Reader und Tablets, wäre es super. Aber so wird man immer weiter abhängig von Apple, schon in jungen Jahren. DAS ist SEHR gefährlich! Ich hoffe, die zuständigen Behörden werden das genauso sehen.

    Dennoch eine innovative und zeitgemäße Idee, leider aber gewinn- und nicht menschorientiert umgesetzt. Von daher böse. Den Schulbuchverlagen kann ich nur sagen „Ihr hättet selbst auf die Idee kommen können. Wer ständig in alten Strukturen verhaftet ist, bleibt irgendwann auf der Strecke. Ein Ast, der sich im Winde der Veränderung nicht biegt, muss brechen.“ Von daher ist mir das Schicksal der Schulbuchverlage egal. Es sterben ständig Firmen und Geschäftsmodelle, darauf kann der Fortschritt nicht immer Rücksicht nehmen.

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