Notebook-Kaufberatung: Welchen Laptop schenkt man Schülern zu Weihnachten?

18. November 2011 | by TechFieber.de

„Mama, ich wünsche mir ein Notebook zu Weihnachten!“ Das hören wohl viele Eltern in diesen Tagen. Denn meist reichen Taschengeld, Sparschwein-Ausbeute und Nebenjob-Verdienst der Schüler nicht aus, um ein schickes, neues und auch noch leistungsfähiges Laptop zu finanzieren. In Zeiten von immer weniger Klausuren und immer mehr selbstständig auszuarbeitenden Präsentationen, Referaten, Hausarbeiten, Recherchen und Co. werden Notebooks für Schüler aber immer wichtiger. „Spezielle Notebooks für den Schulbereich gibt es in dem Sinne gar nicht“, sagt Sven Schulz, Redakteur bei der „Computerbild“ in Hamburg. „Das Gerät sollte günstig sein, aber auch nicht zu günstig, da die Aufgaben der Schüler umfangreich sind. Sie müssen nicht nur Texte schreiben, sondern auch mal ein Bild oder Video bearbeiten.“

Die Preisfrage

Der Preis ist ein wichtiges Entscheidungs-Kriterium. „Die wenigsten Eltern wollen für ein Schüler-Notebook 800 Euro bezahlen“, meint Thomas Rau, Redakteur und Hardware-Ressortleiter der „PC Welt“ in München. Er empfehle den Eltern deshalb, nicht mehr als 450 Euro für das neue Notebook auszugeben. Wenn es auch eine kleinere Version, also ein Netbook (10-Zoll-Monitor) sein dürfe, komme man sogar mit 200 bis 250 Euro aus. Der Experte von Computerbild aus Hamburg setzt die Ausgabe etwas höher an: „Ein guter Kompromiss für beide Seiten ist ein Notebook zwischen 500 und 600 Euro.“ Dafür bekomme man eine ordentliche Ausstattung und ein leistungsfähiges Gerät mit viel Speicherplatz. Die Ergebnisse eines ausführlichen Notebook-Tests veröffentlicht Computerbild in seiner aktuellen Ausgabe. (Nr. 25, 19.11.2011)

Notebook-Ausstattung

Geräte, die von Schülern genutzt werden, müssten robust und mobil sein. Sinnvoll sei ein Notebook mit 15-Zoll-Monitor, sagt Schulz. „Das ist schon ein relativ großer Bildschirm, aber eben immer noch gut tragbar“, findet der Experte. Wichtig bei der Auswahl des Notebooks sei auch die Bildschirmoberfläche. Soll sie matt oder glänzend sein? „Das ist zwar auch ein bisschen Geschmacksache – matte Bildschirme bekommen jedoch wegen der besseren Entspiegelung meist etwas bessere Noten“, meint Schulz. Eine glänzende Oberfläche stelle allerdings die Farben intensiver und satter dar. Vor dem Kauf solle man auch immer die Tastatur testen und sich fragen, ob sie zum eigenen Tipp-Stil passe. „Für Schüler oder Studenten, die viel mit Tabellen zu tun haben, ist außerdem ein zusätzlicher Ziffernblock auf der Tastatur hilfreich“, sagt Schulz.
Zwei weitere wichtige Auswahlkriterien seien die Akku-Laufzeit und die Lautstärke des Geräts. „Springt in einer ruhigen Umgebung dauernd der Lüfter an, wird das oft als störend empfunden“, sagt Schulz. Und ein paar Stunden sollte ein Notebook auch mal ohne Steckdose auskommen.

Wichtige Programme

Ein grundlegendes Programm, das auf jedem Notebook für Schüler vorinstalliert sein sollte, ist ein Office-Paket. Von Microsoft Office beispielsweise gebe es das „Office 2010 Starter“-Paket. Damit könne man kostenlos Microsoft Word und Microsoft Excel nutzen. „Für Schüler, Lehrer und Studenten lohne es sich immer, Ausschau nach Angeboten der großen Software-Hersteller zu halten, die sich speziell an den Bildungssektor richten“, rät Schulz. Ein Beispiel sei das Programm „Microsoft Office Home and Student“. Im Internet gebe es zahlreiche Onlineshops, die sich mit Rabatten auf Hard- und Software speziell an Schüler, Studenten und Auszubildende richten. Außerdem gehörten ein CD/DVD-Brennprogramm und Foto- und Video-Verwaltungsprogramme meist schon zum Lieferumfang.
Für äußerst wichtig halten beide Experten ein Schutzprogramm für Windows. „Wenn man viel im Internet recherchiert, sind ein Virenschutzprogramm und eine Firewall ein absolutes Muss“, sagt Schulz. Er empfiehlt Kaspersky Internet Security, das Virenschutzprogramm und Firewall in einem bietet.

Foto: Medion / wat/dapd

Kommentare (2)

  1. Ulrich says:

    Sich ordentlich beraten zu lassen ist wichtig, vor allem bei Produkten, die kein Mensch mehr einfach so versteht. Man kann ja nicht überall Experte sein.

  2. nowandhere says:

    Es muss ja nicht immer ein neuer Laptop sein. Ich habe meinem Sohn letztes Jahr ein gebrauchtes Thinkpad gekauft. Die sind super in der Ausstattung und zuverlässig. Beim Händler werden die Geräte generalüberholt und man erhält 1 Jahr Gewährleistung. Kostenpunkt ca. 200 € z.B. http://www.amazon.de/gp/product/B0068FOJ7Q

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