[TechBusiness] Innovationsindikator-Studie: Deutschland ist wieder innovativer – Spitzenreiter Schweiiz

12. Oktober 2011 | by TechFieber.de

Deutschland hat laut einer Studie seine Innovationsfähigkeit gesteigert. Die Innovationsleistung habe sich in den vergangenen fünf Jahren deutlich verbessert, teilten die Deutsche Telekom Stiftung und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) als Herausgeber des „Innovationsindikators 2011“ mit. Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) sieht die Erfolge der Investitionspolitik der Bundesregierung durch die Studie bestätigt. Das Ergebnis zeige, „wie wichtig Investitionen in Forschung und Entwicklung sind“.

In dem Vergleich von 26 Industriestaaten landet die Bundesrepublik auf Rang vier. 2009 hatte sie noch den neunten Platz belegt. Die Entwicklung ist laut Studie vor allem auf Investitionen der öffentlichen Hand in Wissenschaft und Forschung zurückzuführen. „Die intensiven Anstrengungen der letzten Jahre, Deutschland noch innovationsstärker zu machen, zahlen sich aus“, sagte BDI-Hauptgeschäftsführungsmitglied Dieter Schweer.

Die Schweiz führt das Ranking mit einem Indexwert von 76 an. Danach folgen Singapur (63) und Schweden (61). Das Gesamtergebnis des Indikators setzt sich aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Staat und Gesellschaft zusammen.

„Deutschland hat in der Wirtschaftskrise seine Innovationsfähigkeit ausgebaut“, sagte Marion Weissenberger-Eibl vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung, das die Analyse federführend erstellte. Die Bundesrepublik erreichte einen Indexwert von 57.
Hoher Nachholbedarf im Bildungsbereich

Am stärksten konnte Deutschland in den Bereichen Gesellschaft und Wissenschaft punkten, die größten Defizite hingegen gibt es der Untersuchung zufolge in der Bildung. „Ohne gute Bildung kann es keine gute Forschung, keine Innovationen und damit auch kein dauerhaftes Wachstum geben“, mahnte der Vorsitzende der Deutschen Telekom Stiftung, Ex-Bundesaußenminister Klaus Kinkel. Ein Problem sei das Kooperationsverbot, das dem Bund eine Mitfinanzierung in Bildungsfragen verbietet. „Der Bund muss dort in Zukunft mitfinanzieren können, wo es zwickt“, sagte Kinkel.

Zu den Verlierern in dem Ländervergleich zählt die USA (Platz 9). Im Ranking von 2009 hatten die Vereinigten Staaten noch auf dem ersten Platz gelegen.

[Link] wab/dapd

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