[TechBusiness] Philips weitet Sparprogramm aus, liegt mittelfristig auf Kurs

13. September 2011 | by techfieber.de

Philips-CEO Frans van HoutenPhilips schnallt den Gürtel noch enger: Der holländische Elektronik-Riese hat sein Kostensenkungsprogramm aufgestockt. Statt 500 Millionen Euro will das Unternehmen bis 2014 jetzt 800 Millionen Euro einsparen, wie der seit April amtierende Vorstandschef Frans van Houten (im Bild) auf einem Investorentag in London mitteilte.

Wegen hoher Abschreibungen und einer schwächeren Nachfrage hatte der Siemens-Konkurrent zuletzt hohe Verluste eingefahren. Im zweiten Quartal 2011 stand unter dem Strich ein Fehlbetrag von 1,35 Milliarden Euro.

Am Markt kam der zusätzliche Sparwille der Niederländer am Dienstag gut an: Die im EuroStoxx 50 notierte Aktie legte am Morgen stark zu, wurde jedoch dann vom Markt ins Minus gezogen. Trotzdem gehörte die Aktie mit einem Minus von 0,41 Prozent auf 12,175 Euro zu den besten Werten im europäischen Leitindex.

Die bereits im Juli angekündigten Einsparungen von 500 Millionen Euro konkretisierte die Konzernführung zudem nun. Sie erstrecken sich insbesondere auf Verwaltungsfunktionen wie den IT-Bereich, das Finanzressort, das Personalwesen und das Immobilienmanagement des Konzerns. Die zusätzlichen 300 Millionen Euro seien bei Ausarbeitung des Kostenprogramms zusätzlich „identifiziert“ worden. „Wir haben immer gewusst, dass Philips einen relativ großen Kopf hatte, was die Verwaltung angeht“, sagte Konzernchef Frans van Houten. Die Konzernführung will ebenfalls noch im Detail angeben, wo das zusätzliche Geld eingespart werden soll.

MITTELFRISTZIELE BIS 2013 SOLLEN WEITER ERREICHT WERDEN

Grundlage der angestrebten Ziele sind die Kosten aus dem ersten Halbjahr dieses Jahres. Die ersten Einsparungen sollen bereits im letzten Jahresquartal greifen. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sollen vom Kostensenkungsprogramm aber weiter ausgespart bleiben.

Die Mittelfristziele beim Umsatzwachstum und bei der Rendite behielt der Konzern bei. So soll 2013 ein jährliches Umsatzwachstum von vier bis sechs Prozent zu Buche stehen. Bei der berichteten Gewinnspanne vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (EBITA) sollen es weiterhin zehn bis zwölf Prozent sein. Zum Vergleich: Im abgelaufenen Quartal hatte sie bei 7,1 Prozent gelegen. Dabei soll die Gewinnspanne im Gesundheitsgeschäft 15 bis 17 Prozent betragen und bei den anderen beiden bedeutenden Sparten der Konsumelektronik und Licht, jeweils 8 bis 10 Prozent.

KONZENTRATION AUF WACHSTUMSMÄRKTE

Dazu sollen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf die Wachstumsmärkte konzentriert werden. In der Lichtsparte bedeutet das eine stärkere Ausrichtung auf die Digitaltechnologie und die Region Asien-Pazifik. In der Konsumelektronik erhofft sich das Management insbesondere von der Auslagerung des TV-Geschäfts in ein Joint Venture mit dem chinesischen Hersteller TPV eine Margensteigerung. Ende des Jahres soll die Ausgliederung des margenschwachen Geschäfts abgeschlossen sein.

Beim Aktienrückkaufprogramm, das der Konzern im Juli angekündigt hatte und dessen Zielsumme bei 2 Milliarden Euro liegt, kommen die Niederländer gut voran. Zum Stichtag 12. September war bereits knapp ein Viertel des auf ein Jahr angelegten Programms abgeschlossen.

TechStats

Philips Firmenname: Royal Philips Electronics
Im Internet: www.philips.com, www.philips.de
Hauptsitz: Amstelplein 2, 1096 BC Amsterdam, Niederlande
Gegründet: 1891
Management: Frans van Houten (President & CEO)
Umsatz: 23,2 Milliarden Euro (2009)
Mitarbeiter: Etwa 116.000 weltweit

Royal Philips Electronics mit Hauptsitz in den Niederlanden ist ein Unternehmen mit einem vielfältigen Angebot an Produkten für Gesundheit und Wohlbefinden. Als Unternehmensziel gibt der Konzern an, die Lebensqualität von Menschen durch zeitgerechte Einführung von technischen Innovationen zu verbessern. ... Weiterlesen

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Kommentare (2)

  1. Rove Monteux says:

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