Tape on USB: Nostalgiekonzept für die digitale Ära

29. August 2011 | by Fritz Effenberger

Der Designer Jung Hoon Lee machte sich Gedanken über unser Verhältnis zu Musik im digitalen Jahrhundert. Produkt dieser Überlegungen ist dieses Walkman-Compact-Cassetten-Gehäuse, das allerdings keine analogen Magnetbandspulen mehr aufnimmt, sondern drei USB-Sticks.

Sehr theoretisch kann man so auch „Mixtapes“ machen und seiner Angebeteten schenken (nur als Beispiel), aber erstens haben USB-Sticks nicht den rauhen, klapprigen Low-Tech-Charme einer Cassette, und zweitens ist diese Form des Filesharing längst durch das Internet abgelöst worden: Alle Musikliebhaber verbreiten, tauschen, verschenken ihre Lieblingssongs heute online. Nur schade, dass davon manches auf Druck einzelner Konzerne kriminalisiert wurde. Aber deswegen wird sich ein gutgemeintes Konzept wie „Tape on USB“ auch nicht durchsetzen.

Die Zeiten haben sich geändert, unsere Medienkonsumgewohnheiten auch. Was aber nicht heissen soll, dass Designer wie Jung Hoon Lee nicht weiterarbeiten sollten. Wir brauchen diese Anregungen. So oder so.

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