[Photo] Schluss mit dem Pixelprotzen: Zu viele Megapixel lohnen bei Digital-Kameras nicht

19. August 2011 | by Reah

Sony DSC-HX9V digital kamera

Seit Jahren bewerben Hersteller ihre Digitalkameras mit immer höheren Bildauflösungen. Selbst kleine Kompaktkameras bieten mittlerweile teilweise schon eine Auflösung von 16 Megapixeln. Doch höhere Auflösungen garantieren nicht von selbst eine bessere Bildqualität.

In einem Test der Zeitschrift «PC Welt» (Ausgabe 9/2011) von sieben Digitalkameras mit 16 Megapixeln offenbarten die meiste Modelle große Mängel bei der Bildqualität. Demnach produzierte die Mehrheit der Kameras bereits bei vergleichsweise geringer Lichtempfindlichkeit (ISO 100) sichtbares Bildrauschen.

Kleine Bildsensoren

Grund für das Rauschen ist die baubedingt relativ geringe Größe der verwendeten Bildsensoren. Sie können die große Menge an Bildpunkten im Vergleich zu den in digitalen Spiegelreflexkameras verwendeten, größeren Sensoren nicht so gut verarbeiten. Bei letzteren gibt es auch bei hohen Auflösungen kaum Bildrauschen.

Wer dennoch Wert auf eine hohe Pixelzahl legt, sollte einen Blick auf den Testsieger Sony Cybershot DSC-HX9V (Preis 369 Euro – siehe Foto oben) werfen. Sie war laut Testurteil eines von nur zwei Modellen, die mit ihrer Bildqualität überzeugen konnten. Selbst bei höchster Lichtempfindlichkeit waren die Bildfehler vernachlässigbar. Auch die Olympus SZ-30MR (etwa 350 Euro) hielt die Bildfehler bis ISO 3200 auf einem sehr niedrigen bis akzeptablen Niveau.

Besser beraten sind Verbraucher demnach aber mit einem Kompaktmodell mit zehn oder zwölf Megapixeln. Die effektive Auflösung der Produkte in diesem Segment ist laut der Zeitschrift oftmals genauso hoch wie die von 16-Megapixel-Modellen. Zudem leiden die Bilder dieser Kameras größtenteils unter weniger Bildrauschen.

tf/mei/dapd

Mehr bei TechFieber zum Thema: , , ,

Antwort schreiben