[TechBusiness] Für CE-Riese Sony kommt es knüppeldick

28. Juli 2011 | by TechFieber.de

 [TechBusiness] Für CE-Riese Sony kommt es knüppeldick Erdbeben, Tsunami, Yen-Höhenflug, Steuerzahlung in Milliardenhöhe sowie hausgemachte Probleme wie Datenpannen und veraltete Produkte – für Sony kam es zuletzt knüppeldick. Jetzt muss der Elektronikkonzern nach einem Verlust im ersten Quartal auch noch bei seiner erst im Mai aufgestellten Prognose für das Geschäftsjahr 2011/12 (März 2012) zurückrudern. Die damals aufgestellten Ziele eines Umsatzes von 7,5 Billionen Yen sowie eines Gewinn von 80 Milliarden Yen seien nicht mehr zu halten. Zum jetzigen Zeitpunkt seien 7,2 Billionen Yen Umsatz sowie 60 Milliarden Yen Gewinn (rund 537 Mio Euro) realistisch, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Tokio mit. Die Prognose für das operative Ergebnis blieb immerhin bei unverändert 200 Milliarden Yen.

Im laufenden Geschäftsjahr 2011/12 muss Sony den Großteil der Folgekosten für die Naturkatastrophen Anfang März im Norden Japans verbuchen. Diese hatte Sony im Mai auf insgesamt rund 167 Milliarden Yen beziffert. Die Erdbebenkatastrophe und der Tsunami hatten mehrere Sony-Fabriken im Nordosten Japans teilweise zerstört. Die Produktion dort sei allerdings wieder schneller angelaufen als erwartet. Im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/11 hatte Sony mit einem Minus von 260 Milliarden Yen den größten Verlust seit Mitte der Neunziger verbucht. Im ersten Quartal blieb Sony mit 15,5 Milliarden Yen in den roten Zahlen. Das ist mehr als Experten erwartet hatten.

Der Umsatz fiel um zehn Prozent auf 1,5 Billionen Yen. Dabei musste Sony vor allem im Kerngeschäft mit Elektronikartikeln kräftig Federn lassen. Große Probleme bereitet den Japanern das Geschäft mit Fernsehern. Hier haben sie einige wichtige Entwicklungen bei Flachbildschirmen verpasst. So rechnet der Konzern im Gesamtjahr nur noch mit 22 Millionen verkauften Bravia-Fernsehern – bislang hatte Sony mit 27 Millionen gerechnet. Die Fernsehsparte wird im laufenden Jahr weiter tief in der Verlustzone bleiben.

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