Japanische Forscher entdecken seltene Erden im Pazifik

4. Juli 2011 | by Fritz Effenberger

Ein Forscherteam der „Japan Agency for Marine-Earth Science and Technology“ um Professor Yasuhiro Kato von der Universität Tokyo hat umfangreiche vorkommen seltener Erden auf dem Pazifikboden unweit der Hawaii-Inseln und Tahiti nachgewiesen.

Diese seltenen Erden sind essentiell für die Herstellung moderner Elektronikbauteile, Stoffe wie Tantal und Yttrium werden derzeit zu 97% von China exportiert. Die neuentdeckten Vorkommen befinden sich zwar in 3500 bis 6000 Metern Tiefe, könnten aber mit vorhandener Technik abgebaut und an Bord von Fabrikschiffen verarbeitet werden. Die Konzentration der begehrten Rohstoffe, so Professor Kato, sei dort so hoch, dass schon 5 Quadratkilometer für den jährlichen weltweiten Bedarf ausreichen würden. Er schätzt den Gesamtumfang der unterseeischen Lagerstätten etwa so hoch wie den der bekannten Landvorkommen.

Andererseits sind massive Probleme mit dem Fund verbunden: Obwohl der Gehalt an Uran und anderen problematischen Stoffen weit geringer ist als bei den Vorkommen auf (oder unter) fester Erde, kann man von einer ökologischen Katastrophe für die betroffenen Seegebiete in internationalen Gewässern ausgehen.

[Link] [Pic qf8 cc by sa]

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Comment (1)

  1. Soeren Weymaier says:

    Oh, seltene „Erden“ im Pazifik entdeckt!? Hoert sich irgendwie sehr scary an. Und das vor Japan… Fukushima lässt grüßen oder wie …..??

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