Google zwischen USA und China, Diplomatie und Cyberwar

6. Juni 2011 | by Fritz Effenberger

Die offizielle staatliche Tageszeitung People’s Daily veröffentlichte heute auf der Frontseite ihrer internationalen Ausgabe einen geharnischten Kommentar zu Googles Vorwürfen.

Der Suchmaschinenbetreiber hatte nämlich festgestellt, dass eine grössere Anzahl an Gmail-Accounts gehackt worden waren, und fand als Ursprung der Internetangriffe die Jinan, Hauptstadt der östlichen chinesischen Provinz Shandong und Sitz einer Geheimdienstabteilung der Chinesischen Volksbefreiungsarmee. Das wiederum sorgte in China für Empörung, und das offizielle Sprachorgan der Regierung in Bejing empfahl daher Google dringend, sich aus „internationalen politischen Streitereien“ heraus zu halten, um nicht weitere wirtschaftliche Nachteile befürchten zu müssen. Deutliche Worte, die auch das diplomatische Klima zwischen den beiden Supermächten weiter belasten dürften.

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Comment (1)

  1. Paul says:

    Kann mir gut vorstellen das China ein starkes interessse an US-Email-Accounts hat. Wahrscheinlich haben viele Persönlichkeiten aus der US-Wirtschaft und -Finanzwelt einen Account bei Google und damit ein Email-Postfach, der sicherlich für die chinesische Regierung interessant sein dürfte. Bin mal gespannt wie sich Google dagegen in den nächsten Jahren wehren wird.

    Gruß Paul

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