USA: Cyberangriffe können als Kriegserklärung gedeutet werden

31. Mai 2011 | by Fritz Effenberger

Aus dem US-Verteidigungsministerium, Pentagon, kommt aktuell die erste offizielle Cyber Strategie. Darin findet sich unter anderem der Passus, dass ein Datenangriff auf US-amerikanische Einrichtungen via Internet auch als kriegerischer Akt verstanden und entsprechend beantwortet werden könne. Im Klartext:

Hackt unsere Server und wir werfen Bomben auf euch. Das klingt nach extremem Säbelrasseln und ist in dieser Form nur möglich, weil es zum Thema Cyberwar keine internationalen Vereinbarungen gibt. Hier kann man also einfach mal etwas behaupten. Und genau hier liegt das Problem: Wie lässt sich der Vorwurf eines Internetangriffs belegen? Stellt sich das Pentagon damit einen Blankoscheck für militärische Angriffe gegen beliebige Länder aus? Man kann davon ausgehen, dass in näherer Zukunft das Thema zum Gegenstand internationaler Verhandlungen wird.

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