[TV] [TechBusiness] Philips und TPV vereinbaren Gründung eines gemeinsame TV-Unternehmens

18. April 2011 | by TechFieber.de

Philips und TPV vereinbaren Gründung eines starken globalen TV-Unternehmens

Amsterdam, Niederlande – Philips hat heute angekündigt, dass mit dem Unternehmen TPV Technology (0903.HK) eine Vereinbarung getroffen wurde, das TV-Geschäft von Philips in ein gemeinsames Joint Venture zu überführen. Bei der langfristig angelegten strategischen Partnerschaft wird TPV 70 % an dem neu zu gründenden Unternehmen halten und Philips 30 %.

„Die Partnerschaft ermöglicht es, die notwendige Größe und Fokussierung zu schaffen, um unser TV-Geschäft wieder zur Profitabilität zurückzuführen und um in einem sehr dynamischen Markt erfolgreich zu sein“, so Philips Chief Executive Officer Frans van Houten. „Durch die Zusammenarbeit unterstreichen wir unser Engagement für die weitere Präsenz von Philips TV im Markt. Diese Partnerschaft verbindet die Stärke der Marke Philips, unsere Innovationskraft und unsere guten Handelsbeziehungen mit den Stärken, die TPV durch seine großen Produktionsmengen und Erfahrungen bei Produktionsprozessen hat. Der jetzt eingeleitete Schritt ist der richtige für unser TV-Geschäft, unsere Sparte Consumer Lifestyle und für ganz Philips.“

“Wir freuen uns sehr, mit Philips dieses Joint Venture zu starten“, so Jason Hsuan, der Vorsitzende und Chief Executive Officer von TPV. „Wir haben bereits seit Jahren eine sehr solide Zusammenarbeit mit Philips und sind zuversichtlich, gemeinsam zu einem der weltweit führenden TV-Anbieter zu werden. Die heutige Ankündigung stellt einen bedeutenden Meilenstein für unsere Wachstumspläne im TV-Geschäft dar und ich bin außerordentlich zufrieden darüber, mit Philips als Partner zu arbeiten.“

Das Joint Venture wird für Design, Produktion, Logistik, Marketing und Vertrieb verantwortlich sein. Die Zusammenarbeit gilt weltweit mit Ausnahme von China, Indien, den USA, Kanada, Mexiko und einigen Ländern Südamerikas. Philips wird dem Joint Venture das Recht erteilen, den Markennamen Philips zu verwenden, ausgenommen sind davon die oben genannten Länder. Daran geknüpft sind strenge Qualitätsauflagen, die auch den Kundenservice einschließen. Für das Recht den Markennamen Philips zu verwenden, wird das Joint Venture an Philips Lizenzgebühren zahlen. Die in China, Indien und Nord-Amerika geltenden Lizenzvereinbarungen gehen nicht auf das Joint-Venture über.

“Dieses neue Joint Venture wird eine starke Zukunft für Fernseher der Marke Philips sicherstellen und für Wachstum in diesem Bereich sorgen“, so Pieter Nota, Chief Executive Officer der Philips Sparte Consumer Lifestyle. „Diese Partnerschaft wird die neu formierte Sparte Consumer Lifestyle darin unterstützen, in den von uns gewählten Märkten ein führender Player für Gesundheit und Wohlbefinden zu werden.“

Die wichtigsten Elemente der getroffenen Vereinbarung:

* Philips wird dem Joint Venture das Recht an der Nutzung der Philips Marke übertragen. Dieses Recht gilt zunächst für fünf Jahre und verlängert sich automatisch um weitere fünf Jahre, wenn bestimmte Leistungsparameter erfüllt werden.
* Das Joint Venture wird 2012 keine Lizenzgebühren bezahlen. Ab 2013 wird das Joint-Venture jährlich 50 Millionen Euro zahlen. Für das Fiskaljahr 2013 betragen die Lizenzgebühren 2,2 % des Umsatzes. Ab dem Fiskaljahr 2014 betragen die Lizenzgebühren 2,2 % des Umsatzes, können aber mit variablen Komponenten unter bestimmten Voraussetzungen auf 3 % des Umsatzes steigen.
* Erst zu einem späteren Zeitpunkt nach Beendigung der Transaktion wird der Preis berechnet werden, den TPV für seine 70 % der Anteile des Joint Ventures zu leisten hat. Er berechnet sich auf dem vierfachen des Gewinns (EBIT), den das Joint Venture durchschnittlich im Jahr 2012 und den Folgejahren erzielt. Philips kann die Fälligkeit erstmals drei Jahre nach Abschluss der Transaktion einfordern. Sechs Jahre nach Beendigung der Transaktion hat Philips erstmals das Recht, seine Anteile von 30 Prozent am Joint Venture an TPV abzugeben. Der Wert wird nach der gleichen Formel berechnet werden.

Der endgültige Abschluss der Vereinbarung wird für das dritte Quartal 2011 erwartet, eine Umsetzung bis zum Jahresende. Für die Umsetzung wird Philips die Mitarbeiter und deren Gremien einbeziehen, TPV wird eine sorgfältige Kaufprüfung vornehmen. Weiterhin ist ein Abschluss abhängig von der Zustimmung der Aufsichtsräte und der zuständigen Regulierungsbehörden.

Philips wird die Gewinne und Verluste des TV-Geschäftes im Bereich „Einzustellende Geschäftsaktivitäten“ in seine Bilanz einstellen. Das Betriebskapital wird unter „zum Verkauf stehende Vermögenswerte“ eingestellt. Die Umsätze des TV-Geschäftes von Philips betrugen 3 Milliarden Euro im Jahr 2010.

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