Digitale Gesellschaft: Neugegründete Vereinigung setzt sich für digitale Bürgerrechte ein

13. April 2011 | by Alex Reiger

Digitale Gesellschaft

Initiative für eine bessere Netzpolitik: Zum Auftakt der Blogger-Konferenz re:publica hat die Szene der besonders aktiven Internet-Nutzer wie angekündigt eine eigene Interessenvertretung gegründet. Die Vereinigung mit dem Namen „Digitale Gesellschaft“ setze sich das Ziel, «effektiver für digitale Bürgerrechte einzutreten», sagte der Netzaktivist und Blogger Markus Beckedahl am Mittwoch in Berlin.

Die Bürgerrechtsorganisation will dazu beitragen, das Internet als offenen und freien Raum zu erhalten. Er versteht sich als «kampagnenorientierte netzpolitische Organisation» nach dem Vorbild von Greenpeace. Angestrebt werden «gesellschaftliche Mehrheiten für eine bessere Netzpolitik».

Die Initiative dazu ging von etwa 20 Personen aus dem Umfeld des Blogs netzpolitik.org aus. Die Digitale Gesellschaft wolle auch die weniger netzaffine Öffentlichkeit erreichen, sagte Beckedahl in einem dpa-Gespräch vor der re:publica. Kampagnen wie die Aktionen gegen Vorratsdatenspeicherung oder Netzsperren hätten oft keine breite gesellschaftliche Beachtung gefunden, «weil sie häufig von Nerds für Nerds konzipiert waren. Das wollen wir ändern.»

Zu der dreitägigen Internet-Konferenz re:publica haben sich rund 3000 Teilnehmer angemeldet. Das Programm mit 169 Vorträgen und Workshops sowie 270 Sprechern spannt einen weiten Bogen von Web-Technologien und Startup-Projekten über die Debatte um Datenschutz und Privatsphäre bis hin zur politischen Rolle von Web-Medien bei den jüngsten Umsturzbewegungen in arabischen Ländern. (tf/arei/dpa)

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