Microsoft: Patentklage gegen Büchervertrieb

22. März 2011 | by Fritz Effenberger

Wie im Mittelalter, an Brücken und Furten, vorausgesetzt, die amtlich vorgeschriebene Mindestanzahl an Raubrittern stehtzur Verfügung. Heute betreibt Microsoft ein ähnliches Geschäft auf der Grundlage von über 20.000 mehr oder weniger trivialen Patenten, darunter so bahnbrechende Innovationen wie „Fortschritts-Statusanzeige in Browsern mit begrenzter Bildschirmfläche“ oder „Methode zur Erstellung von Anmerkungen in elektronischen Dokumenten, die solche Anmerkungen nicht vorgesehen haben“. Entsprechend verklagt man Barnes&Noble, Foxconn und Inventec wegen des eReader-Geräts Nook, das als Betriebssystem Android einsetzt. Nicht etwa, um böse Nachahmer von der Verwendung eigener Technik abzuhalten, sondern um Lizengebühren zu kassieren. Auch ein Geschäftsmodell. (Das Microsoft-Firmenfoto stammt aus dem Jahr 1978, Bill Gates sitzt in der linken unteren Ecke)

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