[TechBusiness] SAP will enge Zusammenarbeit mit HP

3. Dezember 2010 | by TechFieber.de

SAP will enge Zusammenarbeit mit HP Das deutsche Software-Unternehmen SAP bietet dem weltgrößten IT-Konzern Hewlett-Packard (HP) eine engere Zusammenarbeit an. „HP ist ein langjähriger guter Partner von uns, und wir sind offen dafür, diese Zusammenarbeit auszubauen“, sagte SAP-Co-Chef Jim Hagemann Snabe der „Süddeutschen Zeitung“. „Zumal HP gerade Palm übernommen hat und ebenfalls auf mobile Lösungen setzt“, fügte er an.

Gerüchte, HP könnte SAP übernehmen, seien dagegen „reine Spekulation“, so Snabe weiter.

Snabes Vorgänger an der SAP-Spitze, Leo Apotheker, ist seit kurzem Chef von HP. Snabe betonte, SAP werde unabhängig werden. „Wir wollen selbständig bleiben, und das wollen auch unsere Kunden. Je erfolgreicher SAP ist, desto schwieriger wird es, uns zu kaufen. Die Gefahr einer Übernahme ist heute deutlich geringer“, sagte er der SZ. Auch die Kunden hätten wieder Vertrauen in SAP. Snabe geht nicht davon aus, das der Milliarden-Rechtsstreit mit dem Wettbewerber Oracle negative
Auswirkungen hat. „Ich habe keine Angst, dass wir Marktanteile in den USA verlieren. Wir arbeiten für unsere Kunden und nicht gegen unsere Wettbewerber“, sagte er.

Ob SAP gegen das jüngste Urteil, das SAP eine Strafe von 1,3 Milliarden Dollar auferlegt, vorgehen werde, ließ Snabe offen. „Noch gibt es keinen abschließenden Richterspruch. Erst danach werden wir über weitere Schritte entscheiden. Es ist klar, dass wir die Strafe so klein wie möglich halten wollen. Auf der anderen Seite müssen wir auch mal einen Schlussstrich ziehen und das Thema hinter uns lassen.“ Vor dem IT-Gipfel in der kommenden Woche in Dresdner forderte Snabe eine stärkere staatliche Unterstützung.

„Eine steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung, die es in fast allen großen Industrienationen gibt, wäre für viele deutsche Unternehmen wirklich hilfreich im globalen Wettbewerb“, sagte er der SZ.

In Deutschland fehlten in der IT derzeit 28.000 Fachkräfte. Bei SAP gebe es derzeit über 600 offene Stellen, berichtete Snabe. Er forderte eine besser gesteuerte Zuwanderung.


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