[TechBusiness] Fünf Milliarden Euro Profit: Siemens peilt Rekordgewinn an

2. Dezember 2010 | by TechFieber.de

5 Milliarden Profit: Siemens peilt Rekordgewinn an

Nach dem Rekordergebnis im Geschäftsjahr 2010 hat der Elektrokonzern Siemens für 2011 und 2012 neue Höchstwerte in Aussicht gestellt. Auf allen Geschäftsfeldern sei in den beiden kommenden Jahren mit einer weiteren Erholung zu rechnen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in München mit. Belastet werde das Ergebnis allerdings durch weitere Sanierungskosten bei Nokia Siemens Networks. Der DAX-Konzern hat seinen Gewinn in dem Ende September endenden Geschäftsjahr von 2,5 Millionen Euro auf 4,1 Milliarden Euro steigern können und peilt für das laufende Jahr einen Überschuss von deutlich über 5 Milliarden Euro an.

Zusätzliche Milliarden erwartet Siemens schon in Kürze aus dem Verkauf seiner Beteiligung am französischen Atomkraftwerksbauer Areva. Ein Schlusstrich unter den schon zwei Jahren andauernden Rechtsstreit mit dem Konzern über den Ausstieg würde Siemens den Weg für eine neue Partnerschaft mit dem russischen Areva-Konkurrenten Rosatom freimachen. Wie viel Areva für die 34-Prozent-Beteiligung an Siemens zahlen muss, wird ein Schiedsgericht im Frühjahr entscheiden, hieß es aus informierten Kreisen. In den Bilanzen ist die Beteiligung mit zwei Milliarden Euro verbucht. Siemens fordert jetzt vier Milliarden Euro, Areva will jedoch nur 200 Millionen Euro zahlen. Beide Seiten werfen sich Vertragsbruch vor.

Für die kommenden beiden Jahren erwartet der Konzern eine steigende Nachfrage in allen drei Geschäftssektoren – Industrie, Energie und Medizintechnik. Treiber seien die eigene Tochter Osram und der Bereich Industrie-Automatisierung, für den Siemens jährlich hohe einstellige Zuwächse erwartet. Das Energiegeschäft habe die Talsohle durchlaufen und werde in den beiden nächsten Jahren eine deutliche Erholung erleben. Die Medizintechnik soll trotz der nur moderaten Erholung in den USA in den nächsten beiden Jahren zulegen. Kaum Wachstum wird im Industriegeschäft erwartet. Von der defizitären IT-Tochter SIS seien bis 2012 keine branchenüblichen Ergebnisse zu erwarten, hieß es.

tf/mei/dapd

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