Arbeitsspeicher, 100.000 mal schneller

17. November 2010 | by Fritz Effenberger

Am Laboratory of Nanomagnetism and Spin Dynamics der Ecole Polytechnique Federale in Lausanne arbeitet ein Forscherteam fieberhaft an einer neuen Art von Datenspeicher mit verblüffenden Eigenschaften. Die Arbeitsgruppe um Professor Mathias Kläui verwendet Nanodrähte, um darauf digitale Informationen magnetisch zu speichern. Die gute alte Magnetspeichertechnik hat klare Vorteile: Anders als heute verwendete RAM-Module wird keine elektrische Energie benötigt, um die Information verfügbar zu halten. Statt dessen bleiben Daten für mehr oder weniger immer an ihrem Platz, bis sie überschrieben oder gelöscht werden – ganz wie bei Festplatten oder Magnetbändern. Da sich in einem Chip üblicher Grösse Milliarden von Nanodrähten unterbringen lassen, können in 5 bis 7 Jahren Arbeitsspeichermodule mit erheblicher Datenkapazität, enormer Verarbeitungsgeschwindigkeit und winzigem Stromverbrauch produzieren. Die Lausanner Forscher arbeiten mit dem IBM Forschungszentrum in Zürich zusammen.

[Link]

Mehr bei TechFieber zum Thema: , , , , ,

Antwort schreiben