File-Sharing: Limewire ist tot, lebt aber weiter

27. Oktober 2010 | by Fritz Effenberger

Die Tonträgerindustrie, vertreten durch die US-Lobbygruppe RIAA, hat auf ihrem langen Marsch in die digitale Gegenwart einen weiteren Pyrrhus-Sieg errungen: Limewire, der US-Anbieter des gleichnamigen Gnutella-Filesharing-Clients, muss nach einem aktuellen Beschluss des New York District Court sämtliche Geschäftstätigkeiten mit der genannten Client-Software einstellen. Das verurteilte Unternehmen hat erklärt, dieser Aufforderung nachzukommen und statt dessen einen rechtlich unbedenklichen Musikservice einzurichten. Die bisherigen Limewire-User werden sich dann wohl nach anderen Downloadmöglichkeiten umsehen, und der Ruf der „Musikindustrie“ als Feind der Musikfans hat sich noch ein kleines bischen mehr gefestigt.

[Link] [Pic cc by Ken Bosma]

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Kommentare (3)

  1. Wolle says:

    Und wen interessuiert bitte denn noch Limewire? Den Dienst habe ich seit jahren nicht mehr genutzt. Es gibt da doch so viele andere neue varianten über die man noch viel besser dateien tauschen kann ;)))

  2. Pin030 says:

    So jetzt warten wir einfach bis auch die letzte Möglichkeiten zum Raupkopieren nachhaltig beseitig ist, dann wird die Musikindustrie endlich eingestehen müssen, dass das nicht ihr eigentliches Problem ist. Gewinneinbrüche und verfehlte Gewinnsteigerungen haben ganz andere Ursachen.

  3. Harry says:

    Du meine Güte, und wer bitte braucht noch einen weiteren rechtlich unbedenklichen Musikladen? Die P2P-Vergangenheit zeigt, dass das nicht funktioniert. Natürlich wird auch Limewire mit dem Filesharing Ende komplett in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Die Kuchenstücke im Musikmarkt sind längst verteilt.

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